SIPA verhaftet Trio: Darko Mrđa saß in Den Haag wegen Verbrechen an den Korićani-Felsen, nun auch Prijedor an der Reihe

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10:38
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SIPA verhaftet Trio: Darko Mrđa saß in Den Haag wegen Verbrechen an den Korićani-Felsen, nun auch Prijedor an der Reihe

Angehörige der SIPA haben am frühen Morgen auf Anordnung des Staatsanwalts der Sonderabteilung für Kriegsverbrechen der Staatsanwaltschaft BiH drei Verdächtige festgenommen, denen Kriegsverbrechen und Mord an mehreren Opfern aus dem Gebiet von Prijedor zur Last gelegt werden, teilte die Staatsanwaltschaft BiH mit.

Auf Anordnung des Staatsanwalts der Sonderabteilung für Kriegsverbrechen der Staatsanwaltschaft BiH wurden im Rahmen einer Aktion von Polizeibeamten der SIPA am frühen Morgen die folgenden Verdächtigen festgenommen:

Darko Mrđa, geboren 1967 in Zagreb, wohnhaft in Prijedor, Staatsbürger von BiH; Radenko Marinović, geboren am 15.12.1972 in Sanski Most, wohnhaft in Prijedor, Staatsbürger von BiH; und Milan Gavrilović, geboren am 09.09.1958 in Hašani, wohnhaft in Prijedor, Staatsbürger von BiH.

Der vierte Verdächtige, Zoran Babić, genannt „Bakin“, geboren am 01.06.1968 in Prijedor, verbüßt derzeit eine rechtskräftige Haftstrafe wegen des Verbrechens an den Korićani-Felsen und wird von den Staatsanwälten aus der Haftanstalt, in der er seine Strafe verbüßt, vorgeführt werden.

Die Verdächtigen werden untersucht und ihnen wird vorgeworfen, im Jahr 1992 im Gebiet von Prijedor und Umgebung im Rahmen eines breit angelegten und systematischen Angriffs auf die bosniakische und kroatische Bevölkerung in diesem Gebiet als Angehörige des Interventionszuges und der Polizei des CJB Prijedor gegen die Bestimmungen des humanitären Völkerrechts und der Genfer Konventionen zum Schutz von Zivilpersonen während des Krieges verstoßen zu haben.

Ihnen wird vorgeworfen, gemeinsam und einzeln im August 1992 während des Transports illegal inhaftierter bosniakischer und kroatischer Zivilisten aus den Lagern Manjača und Omarska vor den genannten Lagern und während des Transports diesen Transport begleitet und Morde, Folter, Misshandlungen und Schläge gegen die Inhaftierten begangen zu haben, wobei einzelne Verdächtige persönlich und direkt mit Kalt- und Schusswaffen Verletzungen zugefügt und Morde an den Opfern begangen haben.

Der Verdächtige Mrđa wird auch wegen des Mordes an drei Personen bosniakischer Nationalität im Gebiet des Ortes Sredice im Juli 1992 sowie wegen der Verschleppung eines Zivilisten aus dem Ort Tukovi in eine unbekannte Richtung untersucht, seitdem verliert sich jede Spur von ihm.

Die Verdächtigen werden wegen des Mordes an mindestens zehn Personen sowie der Folter, Misshandlung und Schläge gegen vier illegal inhaftierte Opfer untersucht. Sie stehen im Verdacht, das Strafverbrechen des Verbrechens gegen die Menschlichkeit gemäß Artikel 172 des Strafgesetzbuches von BiH begangen zu haben.

Die genannten Verdächtigen werden im Laufe des Tages dem zuständigen Staatsanwalt übergeben, der sie vernehmen und anschließend über weitere Maßnahmen entscheiden wird.

Darko Mrđa kehrte 2013 nach Prijedor zurück, nachdem er aus dem Haager Gefängnis entlassen worden war, wo er 11 von 17 Jahren Haft verbüßt hatte, zu denen er wegen des Verbrechens an den Korićani-Felsen verurteilt worden war.

Mrđa hatte 2004 vor der Verhandlungskammer des Haager Tribunals gestanden, am Berg Vlašić an der Ermordung von 150 bosniakischen Gefangenen beteiligt gewesen zu sein. Weitere Informationen werden in Kürze folgen, teilte die Staatsanwaltschaft BiH mit.

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