
(Patria) - Die Gewerkschaft der Staatlichen Agentur für Ermittlungen und Schutz äußert Besorgnis und verurteilt scharf das Vorgehen der Polizeiverwaltung Ost-Sarajevo, das zur Einreichung einer Strafanzeige gegen sieben Angehörige der Staatlichen Agentur für Ermittlungen und Schutz (SIPA) geführt hat.
"Den Informationen aus der Mitteilung der Polizeiverwaltung Ost-Sarajevo zufolge werden die SIPA-Beamten nämlich der angeblichen Straftaten der rechtswidrigen Freiheitsentziehung und des Amtsmissbrauchs beschuldigt.
Wir möchten jedoch klarstellen, dass diese Beamten ausschließlich auf Anordnung der zuständigen Staatsanwaltschaft im Rahmen ihrer gesetzlichen Befugnisse und Aufgaben gemäß dem SIPA-Gesetz und dem Strafgesetzbuch von Bosnien und Herzegowina gehandelt haben. Jede ihrer Handlungen beruhte auf dienstlichen Akten und Anweisungen der zuständigen Behörden, nicht auf eigeninitiativen oder politisch motivierten Vorgehensweisen.
Besonders inakzeptabel ist die namentliche Nennung einzelner Polizeibeamter in der Öffentlichkeit bei der Ausübung dienstlicher Aufgaben, was die Arbeit der Staatsorgane zusätzlich politisiert und eine Atmosphäre des Drucks und der Einschüchterung schafft.
Die Gewerkschaft ruft alle zuständigen Institutionen Bosnien und Herzegowinas – den Ministerrat, das Sicherheitsministerium von Bosnien und Herzegowina, die Staatsanwaltschaft von Bosnien und Herzegowina und alle anderen relevanten Akteure – auf, umgehend die Gesetzmäßigkeit der Arbeit der SIPA-Polizeibeamten zu schützen, die ihre Pflichten professionell erfüllt haben.
Wir warnen, dass die unbegründete Strafverfolgung und öffentliche Diskreditierung von Polizeibeamten schwerwiegende Folgen für die Rechtsstaatlichkeit, die Sicherheit aller Bürger und das Ansehen der Institutionen von Bosnien und Herzegowina haben wird.
Die Gewerkschaft der Staatlichen Agentur für Ermittlungen und Schutz unterstützt die SIPA-Beamten voll und ganz und fordert Schutz vor politischem und institutionellem Druck.
Ebenso wird die Gewerkschaft alle rechtlichen und institutionellen Maßnahmen zum Schutz ihrer Mitglieder ergreifen und im Kampf für einen professionellen und politisch unabhängigen Polizeidienst beharrlich bleiben", heißt es in der von Edin Kahrimanović, dem Vorsitzenden der SIPA-Gewerkschaft, unterzeichneten Mitteilung.
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