
(Patria) - Zur korrekten Information der Öffentlichkeit und zur Wahrung von Wahrheit, Gerechtigkeit und Fairness richtet die Gewerkschaft der Polizeibeamten, Staatsbediensteten und Angestellten des Kantons Sarajevo hiermit ein Dementi an die Mitteilung des Innenministeriums des Kantons Sarajevo.
Mitteilung des Innenministeriums des Kantons Sarajevo im Wortlaut, veröffentlicht auf dem offiziellen Portal des Innenministeriums des Kantons Sarajevo und öffentlich zugänglich am 12.07.2025 um 18:00 Uhr:
"Am 10.07.2025 um 23:55 Uhr ereignete sich in Krečane, Gemeinde Stari Grad, ein Verkehrsunfall. Dabei kam es zu einer Kollision und einem Sturz auf die Fahrbahn von D.B., geboren 1982, wohnhaft in Sarajevo, durch ein Kraftfahrzeug 'Jeep Wrangler', das einen Anhänger 'Dodex' zog, gesteuert von R.H., geboren 1952, wohnhaft in Sarajevo. Bei diesem Verkehrsunfall erlitt D.B. schwere Körperverletzungen, ärztliche Hilfe wurde ihm von einem Team des Instituts für Notfallmedizin des Kantons Sarajevo geleistet, und er wurde zur weiteren Behandlung auf der Klinik für Orthopädie und Traumatologie aufgenommen. Der diensthabende Staatsanwalt der Staatsanwaltschaft des Kantons Sarajevo wurde informiert, und die Unfallaufnahme wurde von Angehörigen der Polizeidirektion des Innenministeriums des Kantons Sarajevo und von autorisierten gerichtlichen Sachverständigen für Verkehrs- und Maschinentechnik durchgeführt. Auf der Magistralstraße M-5, von der Kreuzung mit der Straße Put Mladih Muslimana bis zur Kreuzung mit der Straße Mošćanica, war der Verkehr bis 04:10 Uhr am folgenden Tag vollständig gesperrt."
Reaktion der Gewerkschaft im Wortlaut:
"Es ist richtig, dass sich am kritischen Tag und zur kritischen Zeit am genannten Ort ein Verkehrsunfall ereignete, aber es ist nicht richtig, dass bei diesem Unfall ein Fußgänger schwere Körperverletzungen erlitt. Schwere Körperverletzungen in Form von Mehrfachbrüchen am Körper erlitt ein Polizeibeamter bei der Ausübung seiner regulären Aufgaben und Pflichten.
Die Gewerkschaft befasst sich nicht mit dem Unfallhergang selbst und wie es dazu kam. Dafür gibt es zuständige Justizbehörden, die ihr Wort geben sollen. Aber was schmerzt, ist, dass Fakten bewusst verdreht werden, und die Öffentlichkeit kommt dann bei der Lektüre der genannten Mitteilung zu einer verzerrten Schlussfolgerung: Was hat ein Fußgänger in Krečane zu suchen, was hat er dort auf der Straße gemacht, er ist selbst schuld usw. Aber die Öffentlichkeit weiß nicht, dass genau dieser Polizeibeamte, und zugleich Mitglied der Gewerkschaft der Polizeibeamten, Staatsbediensteten und Angestellten des Kantons Sarajevo, auf Anordnung seines unmittelbaren Vorgesetzten präventiv Aufgaben und Pflichten im Bereich des Polizeidienstes im Zusammenhang mit der Sicherheit der Gedenkfeier zum 30. Jahrestag des Völkermords in Srebrenica wahrgenommen hat.
Die Öffentlichkeit weiß nicht, dass dieser Fußgänger, der zur kritischen Zeit in Polizeimontur mit deutlich sichtbaren Kennzeichen der Polizei und des Kantons Sarajevo war, ein Vater und Ehemann ist. Die Öffentlichkeit weiß nicht, dass die Familie des verletzten Polizisten bis 14:00 Uhr am nächsten Tag von keinem der leitenden Polizeibeamten der Polizeidirektion Stari Grad, deren Angestellter er ist, bezüglich des genannten Verkehrsunfalls kontaktiert wurde, bis er selbst in halbbewusstem Zustand dazu in der Lage war. Die Öffentlichkeit weiß vieles nicht, was sie wissen sollte. Warum ist der Zugang der Öffentlichkeit durch die Polizeibehörde in Bezug auf den genannten Verkehrsunfall so, wie er ist. Und die Gewerkschaft fragt sich?
Die Gewerkschaft unter der Leitung ihres Vorsitzenden Viktor Ćatić widmet sich mit ihrem gesamten Wesen ihren Mitgliedern und steht auch deren bedürftigen Familien zur Verfügung. Wir werden nicht zulassen, dass Halbwahrheiten verbreitet werden, um aus "ihnen" bekannten Gründen die ganze Wahrheit zu verschweigen.
Gleichzeitig fragen wir uns, wie viel ist das Leben eines Polizisten und seiner Familie wert, der den Eid geleistet hat, die verfassungsmäßige Ordnung, die Bürger und ihr persönliches Eigentum zu dienen und zu schützen? Lohnt es sich, das Leben und die Gesundheit eines Polizisten für die Stadt und kleine Vorteile einzutauschen. Nein, denn auch die Stadt hat ihren Ehrenkodex und wir wissen sehr gut, dass man auch in der Stadt keine "Schläge unter die Gürtellinie" austeilt.
Unserem Kollegen wünschen wir eine schnelle Genesung, und von allen in der Befehls- und Kommandokette der Polizeidirektion Stari Grad und der Polizeidirektion erwarten wir, dass sie das dem Polizisten zugefügte Unrecht wiedergutmachen, während wir die Justizbehörden auffordern, dieses Ereignis für die Zukunft und den Fortbestand eines gerechten Rechtssystems umgehend und gesetzeskonform zu bearbeiten."
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