
Der Bund unabhängiger Gewerkschaften Bosnien und Herzegowinas droht damit, neue Arbeiterproteste zu organisieren, falls die Regierung der Föderation Bosnien und Herzegowina die kürzlich verabschiedeten Änderungen des Arbeitsgesetzes nicht zurückzieht, berichtet die Nachrichtenagentur Patria.
In der Föderation Bosnien und Herzegowina wurde Ende Juli letzten Jahres das Arbeitsgesetz verabschiedet, das bereits damals Proteste von Arbeitern vor dem Föderationsparlament auslöste. Knapp sechs Monate später ändert die Regierung das Arbeitsgesetz erneut. Premierminister Fadil Novalić sagte, die Regierung wolle die Geschäftstätigkeit in der Föderation Bosnien und Herzegowina weiter vereinfachen, aber auch einige andere Bereiche regeln.
Der Bund unabhängiger Gewerkschaften sieht das anders. Der SSSBiH warnt, dass nach den neuen Änderungen des Arbeitsgesetzes der Mindestlohn in der Föderation Bosnien und Herzegowina von der Regierung und nicht von den Arbeitgeberverbänden und Gewerkschaften festgelegt werde. Die Gewerkschaft fordert von der Regierung zudem die dringende Unterzeichnung eines allgemeinen Tarifvertrags und die Aufnahme von Verhandlungen über Branchentarifverträge, berichtet Patria.
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