
(Patria) - Die Gewerkschaft der Kommunalwirtschaft des Kantons Sarajevo und die Vorsitzenden der Gewerkschaften öffentlicher Kommunalunternehmen haben heute sowohl die Regierung des Kantons Sarajevo als auch die Öffentlichkeit gewarnt, dass die Kommunalwirtschaft vor dem Zusammenbruch steht und das Wasserversorgungssystem bis Jahresende kollabieren wird.
Wie auf der Pressekonferenz betont wurde, wird der alarmierende Zustand durch verantwortungsloses Management und systematische Verletzung der Arbeitnehmerrechte verursacht.
Rasim Ljucević, Vorsitzender der Gewerkschaft der Arbeiter des KJKP Vodovod i kanalizacija, sagte, dass die Regierung des Kantons Sarajevo nicht länger neutral bleiben könne. Er sprach über die Arbeitsbedingungen bei VIK und betonte, dass diese katastrophal seien und die Arbeiter ständigem Druck und Drohungen ausgesetzt seien. Er erinnerte daran, dass Samir Nuhbegović, ein geschützter Korruptionshinweisgeber, gekündigt wurde.
Ljucević sagte, er erwarte eine Dementi zu den heutigen Aussagen, müsse aber über die Probleme sprechen.
„Arbeiter werden beschattet und unbefugt gefilmt. Sie werden in die Büros des Direktors gerufen, und die Telefone müssen bei den Sekretärinnen abgegeben werden. Ein stalinistisches und nordkoreanisches Regime herrscht bei KJKP Vodovod i kanalizacija. Sie verfolgen, was die Leute auf ihren Facebook-Seiten schreiben, ganz zu schweigen von anderen Einschüchterungen, und durch eine irreguläre Systematisierung belohnen sie ihre Günstlinge“, führte Ljucević aus.
Ljucević kündigte an, dass er den Premierminister, die Minister und alle Direktoren der Kommunalunternehmen zu einem Treffen einladen werde. Falls diese nicht reagierten, werde man zu Protesten vor die Regierung des Kantons Sarajevo ziehen.
Sein Kollege Mustafa Musić vom KJKP Toplane wies auf die Verzögerung der Verhandlungen zur Umsetzung der Tarifverträge hin.
„Wenn eine Partei ein Unternehmen ‚bekommt‘, denkt sie, es sei ihre Privatsache und meint, sie müsse im Interesse der Parteien handeln, nicht im Interesse der Bürger und der Arbeitnehmer des Unternehmens“, sagte Musić.
Hajrudin Nuhanović, Vorsitzender der Gewerkschaft der Arbeiter des KJKP Rad, sagte, das größte Problem sei der Mangel an einsatzfähigen Fahrzeugen.
„Daran sind nicht die Arbeiter schuld, sondern die langsamen öffentlichen Ausschreibungen. Wir werden in eine Situation geraten, in der wir keine Fahrzeuge für die Arbeit haben werden.
Die Dienstleistungspreise wurden in anderen Unternehmen erhöht, nur bei uns nicht, und wir werden bald nicht mehr funktionieren können.
Wir rufen die Regierung des Kantons Sarajevo, Premierminister Nihad Uk und Minister Mladen Pandurević auf, uns die Arbeit zu ermöglichen, damit die Bürger einen angemessenen Service erhalten“, sagte Nuhanović.
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