
(Patria) - Die Sonderabteilung der Bundesstaatsanwaltschaft (POSKOK) hat 400 Fälle von zehn Kantonsstaatsanwaltschaften übernommen.
Der Leiter von POSKOK, Hrvoje Čabrajić, sagte in der Sendung "Istraga sedmice", dass die Fälle auf sechs Staatsanwälte verteilt wurden, da eine Staatsanwältin noch die Überprüfungen der Integritätsabteilung nicht bestanden hat.
Er bestätigte, dass POSKOK auch einen Fall gegen die Kantonsstaatsanwältin Jasminka Knežević führt.
Knežević wurde nach der Durchsuchung ihr Ausweis und Mobiltelefon abgenommen, und sie wurde vom Dienst als Staatsanwältin der Staatsanwaltschaft KS suspendiert. Sie steht unter Verdacht, Informationen aus Fällen und Ermittlungen weitergegeben zu haben.
Diese KS-Staatsanwaltschaft ist nach dem Weggang von acht Staatsanwälten personell stark geschwächt, und es fehlten bereits sechs Staatsanwälte. Mit der Suspendierung von Knežević fehlen der KS-Staatsanwaltschaft sogar 15 Staatsanwälte.
Die Oberstaatsanwältin Meliha Dugalija bestätigte im April gegenüber Patria, dass die KS-Staatsanwaltschaft derzeit 67.777 Fälle in verschiedenen Phasen gegen bekannte und unbekannte Täter von Straftaten bearbeitet.
Nach der Ernennung dieser Staatsanwälte zur Sonderabteilung schickte Dugalija ein Schreiben an den Obersten Justiz- und Staatsanwaltschaftsrat von Bosnien und Herzegowina (VSTV) und informierte ihn über die neue Situation, da der Oberste Justiz- und Staatsanwaltschaftsrat von Bosnien und Herzegowina die Ausschreibungen für die Einstellung neuer Staatsanwälte veröffentlicht.
„Ich habe festgestellt, dass die KS-Staatsanwaltschaft Richter und Staatsanwälte verliert, was die Arbeit und Effizienz beeinträchtigen könnte, und habe eine vorrangige Veröffentlichung der Ausschreibungen und damit eine Stärkung der Personalstruktur gefordert. Wir setzen uns auch weiterhin für die Besetzung der Personalressourcen in der Verwaltung dieser Staatsanwaltschaft ein und erwarten, dass wir von der Regierung des Kantons Sarajevo die notwendigen Genehmigungen erhalten, um so schnell wie möglich die Ausschreibungsverfahren für das Verwaltungspersonal einzuleiten, für das ein chronischer Mangel besteht“, betonte Dugalija.
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