
(Patria) - Das Amtsgericht Sarajevo hat die Anklage der Staatsanwaltschaft des Kantons Sarajevo gegen Sanjin Avdić, Dženita Riđešić, Muhamed Osmanović, Admir Šenderović, Maida Avdić und Bariša Bejtović bestätigt.
Sanjin Avdić, Dženita Riđešić und Muhamed Osmanović sind wegen der Straftat der Beteiligung an einer Gruppe von Personen im Zusammenhang mit den Straftaten Betrug und Betrug im Wirtschaftsverkehr angeklagt, während Admir Šenderović, Maida Avdić und Bariša Bejtović wegen der Straftat Betrug angeklagt sind.
Laut Anklage agierten Sanjin Avdić, Dženita Riđešić und Muhamed Osmanović von 2019 bis 2024 als kriminelle Gruppe, die laut der Staatsanwaltschaft des Kantons Sarajevo 32 Unternehmen in ganz Bosnien und Herzegowina betrogen und ihnen einen Schaden von mehr als 800.000 KM zugefügt hat.
Es wird angegeben, dass die Mitglieder der Gruppe unter der Leitung von Sanjin Avdić im Voraus festgelegte Rollen und Aufgaben hatten und koordiniert nach den Anweisungen des Organisators handelten, um sich rechtswidrige Vermögensvorteile zu verschaffen. Die geschädigten Unternehmen wurden laut Angaben durch falsche Angaben und die Vortäuschung einer Geschäftsbeziehung in die Irre geführt, woraufhin sie Waren von höherem Wert ohne die Absicht, diese zu bezahlen, übernahmen.
Die Unternehmen lieferten ihnen Waren, die sie nie bezahlt bekamen, und Osmanović hatte laut Anklage hauptsächlich die Rolle des Vermittlers bei der Warenübernahme inne, während Sanjin Avdić die Bestellungen und die Kommunikation mit den geschädigten Unternehmen organisierte. Es wird auch angegeben, dass Avdić den anderen Angeklagten ermöglichte, auf die gleiche Weise unrechtmäßige Vorteile zu erlangen.
Der zuständige Staatsanwalt schlug dem Gericht die Einziehung der Vermögensvorteile von den Angeklagten in Höhe von 842.833,39 KM vor. Für die Hauptverhandlung wurde die Vernehmung von 136 Zeugen, drei Sachverständigen und die Vorlage von 1.052 Beweismitteln vorgeschlagen.
Der Anklageerhebung ging eine komplexe Untersuchung der Staatsanwaltschaft des Kantons Sarajevo voraus, die in Zusammenarbeit mit mehreren Polizeibehörden durchgeführt wurde, darunter das Innenministerium des Kantons Sarajevo, das Innenministerium des Kantons Herzegowina-Neretva, das Innenministerium des Kantons Zenica-Doboj, das Innenministerium des Kantons Una-Sana, das Innenministerium des Kantons Mittelbosnien, das Innenministerium des Kantons Westbosnien, das Innenministerium der Republika Srpska sowie die Polizei des Distrikts Brčko, gemäß dem Gesetz über Rechtshilfe und Zusammenarbeit in Strafsachen zwischen den Entitäten und dem Distrikt Brčko.
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