
Der Leiter der SDP-Fraktion im Abgeordnetenhaus der Parlamentarischen Versammlung von Bosnien und Herzegowina, Saša Magazinović, sagte auf einer Pressekonferenz, dass er in diesen Tagen die Anforderung des Präsidiums der SDP BiH erwarte, eine Initiative für die Entlassung von Sevlid Hurtić, dem Minister für Menschenrechte und Flüchtlinge von Bosnien und Herzegowina, einzureichen.
„Die Rekonstruktion des Ministerrats von Bosnien und Herzegowina endet also nicht nur mit den bisher im Umlauf befindlichen Namen“, sagte Magazinović.
Die Initiative zur Entlassung von Hurtić erschien übrigens Mitte Februar auf einer Sitzung des SDP-Präsidiums.
Das Mitglied des SDP-Präsidiums Saša Grbić und Volksabgeordneter in der Nationalversammlung der Republika Srpska sagte zuvor, dass Hurtić in die Initiative zur Entlassung der SNSD-Minister im Rahmen der Verhandlungen über die neue Mehrheit einbezogen sei.
Es sei jedoch daran erinnert, dass Hurtić eine gemeinsame Vereinbarung zwischen SNSD und SDP war. Hurtić stammt übrigens aus Doboj, ebenso wie Obren Petrović von SNSD, mit dem er in sehr guten Beziehungen steht. Gerade Petrović bestand darauf, Slobodan Radinković vom Innenministerium der Republika Srpska in Doboj zum Direktor von SIPA zu ernennen, aber diese Ernennung fand nie statt.
Und nicht nur, dass er die Unterstützung der SDP erhielt, sondern auch die anderen Parteien der „Trojka“ (NIP und Naša stranka) stimmten zu, dass Hurtić die führende Person bei der Kaderrekrutierung, Beförderung und Einstellung in staatliche Sicherheitsbehörden sei.
Quellen von Patria behaupten, dass Minister Hurtić vor jeder Beförderung in die Räumlichkeiten der Staatlichen Ermittlungs- und Schutzbehörde (SIPA) kam und sich mit dem Direktor Darko Ćulum traf.
Auch im Hinblick auf den Dienst für Ausländerangelegenheiten (SPS) pflegt Hurtić gute Beziehungen zum Direktor Žarko Laketa (SNSD). Sowohl Ćulum als auch Laketa nahmen am 2. März an einem Treffen in Banja Luka teil, an dem auch Milorad Dodik teilnahm, und zwar nach der Verabschiedung von verfassungswidrigen Gesetzen, die die Arbeit des Gerichts, der Staatsanwaltschaft, des VSTV und von SIPA als staatliche Institutionen auf dem Territorium der Republika Srpska verbieten.
Nach diesem Treffen in Banja Luka fand in Sarajevo ein weiteres Treffen statt, an dem Minister der „Trojka“ und Hurtić teilnahmen, und bei dem Hurtić gerade die Hauptrolle bei der Bewältigung der neuen Situation im Sicherheitssektor spielte. Doch obwohl sich einige der Teilnehmer dieses Treffens beschwerten, stellte sich Elmedin Konaković, der auch andere Verbindungen zu Hurtić hat, abgesehen davon, dass sie gemeinsam im Ministerrat von Bosnien und Herzegowina sitzen, schützend vor Hurtić.
(A. Vrabac)
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