
(Patria) - In New York findet derzeit eine Sitzung des UN-Sicherheitsrates statt, in der Hoher Repräsentant Christian Schmidt seinen Bericht über die Lage in Bosnien und Herzegowina vorlegte.
Schmidt sagte unter anderem, dass in Bosnien und Herzegowina eine politische, aber keine Sicherheitskrise herrsche.
Er bewertete die Situation bezüglich der Einhaltung des Daytoner Friedensabkommens in BiH als so schlecht wie nie zuvor, und alles habe, wie er sagte, nach dem erstinstanzlichen Urteil gegen den Präsidenten der Republika Srpska, Milorad Dodik, begonnen.
Die Behörden der Republika Srpska hätten dieses Urteil als Vorwand für Schritte in Richtung einer „de facto Sezession“ genutzt, wozu auch die Initiative zur Ausarbeitung einer neuen Verfassung der Republika Srpska gehöre.
- Das ist die Kulmination von Politiken, die schon seit langem umgesetzt werden, worauf ich auch in meinen früheren Berichten hingewiesen habe – sagt Schmidt.
Er fügte hinzu, dass sich die wirtschaftliche Lage leicht verbessere, das Land sich aber in einer ernsten demografischen Krise befinde.
- Bosnien und Herzegowina befindet sich in der größten Krise seit Dayton, aber es besteht keine Kriegsgefahr – behauptete Schmidt.
Er warnte vor der hetzerischen Rhetorik und den Beleidigungen, die einige Akteure verwenden und die die Existenz Bosniens und Herzegowinas im Einklang mit dem Daytoner Friedensabkommen in Frage stellen.
- Das Daytoner Friedensabkommen ist weiterhin die Grundlage, auf der die Zukunft Bosniens und Herzegowinas aufgebaut werden kann – unterstrich Schmidt in seiner Ansprache.
Er betonte jedoch, dass dies nicht bedeute, dass nicht über die Notwendigkeit von Änderungen und Ergänzungen der Verfassung von BiH, die Bestandteil des Daytoner Friedensabkommens ist, gesprochen werden könne.
Er erwähnte auch, dass vor 30 Jahren, als der Krieg in Bosnien und Herzegowina endete, niemand erwartet habe, dass die internationale Gemeinschaft auch heute noch so stark benötigt werde.
Abschließend forderte er die Staats- und Regierungschefs in BiH auf, den Weg der europäischen Integration fortzusetzen.
Er rief die internationale Gemeinschaft auf, das Land und die Menschen in Bosnien und Herzegowina weiterhin zu unterstützen und Schritte zu unternehmen, damit diese nicht vergessen werden.
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