
(Patria) - Hoher Repräsentant Christian Schmidt besuchte heute das Zentrum für regionale Flugverkehrskontrolle der Agentur für Flugsicherungsdienste von Bosnien und Herzegowina (BHANSA) in Sarajevo, wo er vom Direktor Davorin Primorac, dem Management und den Mitarbeitern empfangen wurde.
Der Besuch folgt auf die Überwindung einer der größten Finanzkrisen in der Geschichte von BHANSA – der Blockade von Einnahmen von EUROCONTROL – dank einer Entscheidung des Hohen Repräsentanten vom Juli 2025.
Primorac betonte, dass neben der Rettung vor dem finanziellen Kollaps auch der rechtliche Rahmen geschaffen wurde, der verhindert, dass ähnliche Situationen zukünftig strategisch wichtige Institutionen gefährden.
Während seines Besuchs betonte Schmidt, dass die Stabilität des Flugnavigationssystems kontinuierlich gestärkt werden muss, um eine reibungslose Dienstleistung zu gewährleisten.
Die Flugverkehrskontrolle von Bosnien und Herzegowina muss voll funktionsfähig sein, um internationale Verpflichtungen zu erfüllen und regionale Interessen bei der Entwicklung des europäischen Flugnetzes effektiv zu vertreten.
Der Hohe Repräsentant erklärte ferner, dass lebenswichtige staatliche Institutionen wie BHANSA niemals gefährdet oder zur Geisel innenpolitischer Streitigkeiten werden dürfen.
Die Krise hat jedoch auch die Notwendigkeit einer vollständigen Harmonisierung des Rechtsrahmens für die zivile Luftfahrt in Bosnien und Herzegowina mit europäischen Standards aufgeworfen.
Primorac informierte Schmidt, dass das Ministerium für Kommunikation und Verkehr von Bosnien und Herzegowina bereits eine Reihe von Gesetzeslösungen vorbereitet, deren Verabschiedung bis Ende des Jahres erwartet wird und die eine langfristige Entwicklung des Sektors in den nächsten 15 bis 20 Jahren sicherstellen sollen.
Die zivile Luftfahrt hat sich bereits als wichtiger Motor für Wirtschaftswachstum und internationale Wettbewerbsfähigkeit erwiesen und wird voraussichtlich auch in den kommenden Jahrzehnten diese Rolle beibehalten.
Während der Besichtigung des Operationssaals machte sich der Hohe Repräsentant mit den Prozessen der Luftraumkontrolle vertraut und sprach mit Fluglotsen, die täglich für den reibungslosen Flugverkehr über Bosnien und Herzegowina sorgen.
Mit Blick auf die Zukunft kündigte Primorac an, dass BHANSA, befreit von finanziellem Druck, in eine neue Phase der strategischen Entwicklung eintritt.
Der Schwerpunkt liegt auf der Modernisierung der Infrastruktur und dem Ausbau der personellen Kapazitäten – von der Installation moderner Radar- und Kommunikationssysteme, einschließlich des kürzlich installierten Mode-S-Radars auf Jahorina, bis hin zur intensiven Ausbildung neuer Generationen von Fluglotsen und technischem Personal in Mostar.
Parallel dazu ist auch eine Neueinstellung geplant, um den wachsenden Anforderungen des Systems gerecht zu werden.
BHANSA wird sich stärker in regionale und europäische Initiativen einbringen, insbesondere in das Programm „Single European Sky“, was Bosnien und Herzegowina die Möglichkeit einer stärkeren Integration, Effizienz und Sicherheit bei der Verwaltung des Luftraums eröffnet.
Der Besuch endete mit der Besichtigung der Einheit für Anflug- und Flugplatzkontrolle am Internationalen Flughafen Sarajevo, mit der Botschaft, dass die Agentur mit Unterstützung internationaler Partner weiterhin die Sicherheit, Effizienz und Qualität der Dienstleistungen für alle Nutzer des bosnisch-herzegowinischen Luftraums stärken wird.
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