
Laut offiziellen Angaben des Sicherheitsministeriums von Bosnien und Herzegowina sinkt der Wasserstand der Save in der Region Posavina, aber der Wasserspiegel sinkt sehr langsam, schreibt die bosnisch-herzegowinische Nachrichtenagentur Patria (NAP). Obwohl die Niederschläge vor einigen Tagen aufgehört haben, steht das Wasser immer noch in den Städten entlang der Save: Šamac, Orašje, Brčko und Bijeljina.
Berichten von Beobachtern der Europäischen Union, die sich im Rahmen einer Mission in BiH aufhalten, und Berichten der operativen Zentren des Katastrophenschutzes für den Zeitraum vom 24. bis 26. Mai zufolge hat sich die Situation in diesem Gebiet in Bezug auf die Überschwemmungen nicht geändert.
- Der Wasserstand stagniert, das Wasser zieht sich nur langsam in sein Bett zurück. Entlang des überfluteten Gebiets zieht sich das Wasser an einigen Stellen weniger als 1 Zentimeter pro Stunde zurück. Bei einer solchen Dynamik ist, wenn keine größeren Niederschläge auftreten, erst in acht bis zehn Tagen realistisch zu erwarten, dass das Wasser in sein Bett zurückkehrt – heißt es in dem Bericht des Sicherheitsministeriums von Bosnien und Herzegowina.
Laut denselben Berichten stehen in jeder der genannten Gemeinden mehr als 70 Prozent des Territoriums unter Wasser.
- In Odžak steht das Wasser an einigen Stellen etwa 4 Meter hoch. Etwa 150 Millionen Kubikmeter Wasser befinden sich in den überfluteten Gebieten von Bijeljina und den umliegenden Orten. Etwa 18.600 Haushalte sind vollständig überflutet, ebenso wie öffentliche Einrichtungen: Schulen, Krankenhäuser, Polizeistationen... Mehrere hundert Tonnen Tierkadaver befinden sich immer noch in den überfluteten Gebieten, allein im Kanton Posavina befinden sich etwa 600 Tonnen. Es besteht Ansteckungsgefahr, heißt es unter anderem weiter in dem Bericht, berichtet Patria.
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