
(Patria) - Der Vorsitzende des Staatspräsidiums von Bosnien und Herzegowina, Željko Komšić, traf sich mit dem stellvertretenden US-Außenminister Christopher Landau im State Department (Washington, DC), der zu Beginn des Treffens sein Beileid zu dem tragischen Unfall in Sarajevo aussprach.
Die wichtigsten Gesprächsthemen waren die aktuelle politische Lage in Bosnien und Herzegowina, die Stärkung der wirtschaftlichen Zusammenarbeit und die Energiesicherheit. Während des Treffens machte Landau deutlich, dass man mit dem, was Milorad Dodik tut, sehr unzufrieden sei, und betonte, dass er sicherlich keine Unterstützung von irgendjemandem in der US-Administration dafür habe. Sein Handeln untergrabe die politische Stabilität und die Zukunftspläne sowie die wirtschaftlichen Projekte, für die die amerikanische Seite starkes Interesse und Kooperationsbereitschaft gezeigt habe.
Im Gespräch über den Vertrag der Republika Srpska mit einer kanadischen Lobbyfirma und über den Punkt dieses Vertrags, der verlange, dass diese Firma für die Unabhängigkeit der RS lobbyiere und diese unterstütze, wurde betont, dass dies direkt das Dayton-Abkommen, den Frieden und die Stabilität Bosnien und Herzegowinas untergrabe.
Der Vorsitzende Komšić informierte den stellvertretenden Außenminister, dass der Außenminister unseres Landes ein Schreiben an Außenminister Marco Rubio sowie an alle Mitglieder des UN-Sicherheitsrates gerichtet habe, in dem er vor den Folgen der Vertragsbestimmungen zum Lobbying warne, die das ultimative Endziel – die Unabhängigkeit der RS von Bosnien und Herzegowina – beträfen.
Der Vorsitzende Komšić erwähnte auch die jüngsten Äußerungen von Milorad Dodik, die er als chauvinistisch und islamophob charakterisierte.
Die Gesprächspartner betonten, dass Stabilität, wirtschaftliche Entwicklung und die Umsetzung von Infrastrukturprojekten der Schlüssel zum langfristigen Fortschritt Bosnien und Herzegowinas seien und dass gerade Wirtschaft und Fortschritt ein positives politisches und gesellschaftliches Umfeld schaffen. In diesem Zusammenhang wurde die klare Botschaft bekräftigt, dass sich die Vereinigten Staaten von Amerika weiterhin stark in Bosnien und Herzegowina engagieren werden.
Der Vorsitzende Komšić sprach sich nachdrücklich für das Projekt der Süd-Interkonnektion aus und betonte die Bedeutung des Abkommens zwischen Bosnien und Herzegowina und der Republik Kroatien sowie die Notwendigkeit, so bald wie möglich mit dessen Umsetzung im Interesse der Energiesicherheit und der wirtschaftlichen Entwicklung des Landes zu beginnen.
Abschließend wurde festgestellt, dass die Fortsetzung der Zusammenarbeit an Projekten, die zum wirtschaftlichen Fortschritt beitragen, eine wichtige Grundlage für Stabilität und Wohlstand Bosnien und Herzegowinas darstellt.
Komentari (0)
Prijavite se za komentiranje
PrijavaJos nema komentara. Budite prvi!
Minuta
Sve →Iz drugih kategorija

Hoher Repräsentant nicht gewählt: Deutsche, Franzosen und Briten gegen Amerikaner, neuer Versuch Ende Juni

ČOVIĆ OHNE GNADE Wie diejenigen, die Ademović ins Amt brachten, ihm eine politische Hölle bereiteten




Sonniger Samstag, es wird recht warm




Tragödie im albanischen Ferienort: Zwei Minderjährige ertrunken













