
(Patria) - Heute vor genau 41 Jahren wurde auf dem Olympiastadion Koševo die olympische Flamme entzündet, womit der Beginn der 14. Olympischen Winterspiele (OWS) eingeläutet wurde.
Sarajevo wurde 1978 vom Internationalen Olympischen Komitee (IOK) in Athen zum Ausrichter der OWS 1984 gewählt. Damals standen das japanische Sapporo sowie die gemeinsame Kandidatur der beiden schwedischen Städte Falun und Göteborg in der Konkurrenz.
An jenem 8. Februar 1984 war Sarajevo das Zentrum der Welt, der Mittelpunkt des Interesses aller Weltmedien. In die Organisation der OWS wurden enorme Mittel investiert.
Die jahrelangen Vorbereitungen führten neben den gut organisierten Spielen zum Bau von Verkehrswegen, Hotelkomplexen sowohl in den Bergen (Bjelašnica, Igman, Jahorina) als auch in der Stadt, den Sportzentren Skenderija und Zetra, Seilbahnen und Skiliften.
Die Olympischen Winterspiele, die 14. ihrer Art, fanden vom 8. bis 19. Februar statt. Auf dem Programm standen alpiner Skisport (Bjelašnica und Jahorina), Bob- und Rennrodeln (Trebević), Eishockey und Eiskunstlauf (Zetra und Skenderija), Biathlon, nordischer Skisport und Skispringen (Igman).
Zu diesen Spielen meldeten sich 49 nationale olympische Komitees an. In Sarajevo traf eine Rekordzahl von Teilnehmern ein (über 2.500). Sarajevo öffnete seine Türen und hieß alle willkommen.
Die Eröffnung der 14. OWS im Stadion Koševo verfolgten rund 60.000 Zuschauer und etwa zwei Milliarden Menschen an den kleinen TV-Bildschirmen. Die olympische Flamme entzündete die Eiskunstläuferin Sanda Dubravčić.
Die Spiele blieben bei den Teilnehmern und auch bei den Zuschauern in sehr guter Erinnerung. Besonders freuten sich die Gastgeber darüber, dass der slowenische alpine Skifahrer Jure Franko im Riesenslalom die Silbermedaille gewann – die erste Medaille, die Jugoslawien bei Olympischen Winterspielen erringen sollte.
Die größten Stars der Olympiade von Sarajevo waren jedoch die Teilnehmer im Eiskunstlauf. Den besten Eindruck hinterließ das britische Paar Jayne Torvill und Christopher Dean, das die Goldmedaille gewann.
Bei den Spielen gewann auch die ostdeutsche Eiskunstläuferin Katarina Witt die Goldmedaille, die gerade durch die Olympiade von Sarajevo zu einer der größten Sportikonen des späten 20. Jahrhunderts wurde.
Bei der Abschlusszeremonie am 19. Februar sagte der damalige IOK-Präsident Juan Antonio Samaranch, Sarajevo sei der bis dahin beste Ausrichter von Olympischen Winterspielen in deren Geschichte gewesen.
- Auf Wiedersehen, liebes Sarajevo – das waren die Worte Samaranchs.
Der olympische Geist lebt in der Hauptstadt von Bosnien und Herzegowina und unter ihren Bewohnern trotz des Generationenwechsels weiter.
Die Olympischen Winterspiele sind sicherlich eines der besten Dinge, die der Stadt Sarajevo und dem Staat Bosnien und Herzegowina widerfahren sind.
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