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Anlässlich der Verkündung des freisprechenden erstinstanzlichen Urteils gegen Vojislav Šešelj reagierte auch Ramiz Salkić, Vizepräsident der kleineren bosnischen Entität RS, berichtet die bosnische Nachrichtenagentur Patria.
- Das freisprechende Urteil gegen Vojislav Šešelj ist eine weitere Bestätigung, dass zahlreiche Verbrechen, die in den neunziger Jahren des letzten Jahrhunderts auf dem Gebiet von Bosnien und Herzegowina begangen wurden, unbestraft bleiben werden. Und unbestrafte Verbrechen sind die gefährlichste Botschaft an die kommenden Generationen, die Botschaft, dass sich das Verbrechen gelohnt hat, dass es harmlos relativiert wurde und als solches aufgehört hat, eine Belastung für die Zivilisation zu sein. Und wenn ein Verbrechen aufhört, uns zu belasten, beginnt es, eine neue Art des gesellschaftlichen Handelns zu werden. Jedes Haager Urteil muss in erster Linie die Opfer respektieren. Ich hoffe, dass auch das Urteil gegen Vojislav Šešelj im Berufungsverfahren die Pietät gegenüber den Opfern berücksichtigen wird - sagte Salkić.
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