
(Patria) - Nach ganztägiger Debatte hat das kroatische Parlament die 16. Regierung seit der Unabhängigkeit Kroatiens unter der Führung von Andrej Plenković gewählt.
Plenković stellte zuvor das Programm und die Mitglieder der neuen Koalitionsregierung, die von HDZ und Domovinski pokret vereinbart wurde, im Parlament vor. Er kündigte die wichtigsten Eckpunkte und Aufgaben seiner dritten Regierung im vierjährigen Mandat an.
Die Regierung wurde von 79 Abgeordneten unterstützt, 61 stimmten dagegen und 1 enthielt sich.
Premierminister Andrej Plenković und die Regierungsmitglieder legten vor den Abgeordneten den Eid ab und verpflichteten sich, ihr Amt gewissenhaft und ehrenhaft auszuüben, die Verfassung, die Gesetze und die Rechtsordnung zu achten und sich für den allgemeinen Fortschritt des Landes einzusetzen.
Am Freitag wurde dem Parlament auch das vierjährige Programm der neuen Regierung vorgestellt, das auf fünf Prioritäten basiert: ein erfolgreiches, vitales, gerechtes, nachhaltiges und souveränes Kroatien.
Im neuen Mandat kündigt Plenkovićs Regierung ein durchschnittliches Nettogehalt von 1600 Euro, einen Mindestbruttolohn von 1250 Euro und die Schaffung von 125.000 neuen Arbeitsplätzen an. Sie sieht auch eine Entlastung der Wirtschaft um weitere 135 Millionen Euro an nicht-steuerlichen und parafiskalischen Abgaben sowie die Förderung privater Forschungs- und Entwicklungsprojekte in Höhe von über 250 Millionen Euro vor. Für die Modernisierung des Eisenbahnverkehrs werden in den nächsten zehn Jahren sechs Milliarden Euro in die Eisenbahninfrastruktur investiert.
Bis 2030, so das Programm der neuen Regierung, wird für jedes Kind ein Kindergartenplatz gesichert, und ab dem Schuljahr 2027/28 wird der Unterricht im Einschichtsystem stattfinden. Plenkovićs dritte Regierung plant außerdem, die einmalige finanzielle Unterstützung für Neugeborene zu verdoppeln, Müttern für jedes geborene Kind ein Jahr Rentenzeit anzurechnen und die finanziellen Leistungen für die Inanspruchnahme des Elternurlaubs für erwerbstätige und selbstständige Eltern zu erhöhen.
Die Kindergeldleistungen für alle Leistungsempfängergruppen werden erhöht und der Mindeststudienstundensatz auf 7,81 Euro angehoben. Darüber hinaus sollen bis zum Ende ihres Mandats die Renten um mindestens 30 Prozent steigen, so dass die Durchschnittsrente mindestens 750 Euro beträgt, und auch die Sozialleistungen werden um 30 Prozent erhöht.
Die Regierung kündigt eine weitere Senkung der Wartezeiten im Gesundheitswesen für alle Untersuchungen um 30 Prozent an, eine Steigerung des landwirtschaftlichen Produktionswerts um weitere 30 Prozent auf 3,8 Milliarden Euro.
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