
(Patria) - Eltern von Schülern der Ersten Grundschule Stolac, an der der Unterricht nach bosnischem Lehrplan stattfindet, richten gemeinsam mit der Bürgerplattform Stolac eine dringende Forderung an den Bürgermeister von Stolac, Stjepan Bošković, sofort den Vertrag mit dem Transportunternehmer zu unterzeichnen und die demütigende und diskriminierende Praxis der Verweigerung des Transports für Kinder bosnischer Nationalität zu beenden, teilte der Verband Stolac glasno mit.
„Seit mehreren Tagen werden mehr als 180 Schüler aus den Vororten und umliegenden Dörfern am Schulbesuch gehindert, wodurch die grundlegenden Rechte des Kindes – das Recht auf Bildung und Gleichbehandlung – direkt verletzt werden. Diese Willkür des Bürgermeisters stellt eine grobe Verletzung von Gesetzen, internationalen Übereinkommen über die Rechte des Kindes und grundlegenden menschlichen Werten dar.
Wenn unsere Kinder wegen der launischen und politisch motivierten Entscheidung des Bürgermeisters auch nur eine weitere Schulstunde von 45 Minuten verpassen, werden mindestens 500 verärgerte Eltern und Bürger vor dem Gebäude der Stadtverwaltung von Stolac stehen und den Eingang zur Stadtverwaltung blockieren, um ihren Trotz und ihre Würde auszudrücken.
Stolac ist und wird keine Stadt der geteilten Rechte sein!
Es ist nicht das erste Mal, dass die Bosniaken von Stolac wie Bürger zweiter Klasse behandelt werden. Seit Jahren erleben wir institutionelle Diskriminierung, politische Willkür und eine selektive Verteilung öffentlicher Ressourcen, von der Einstellung, der Finanzierung von Verbänden und Kulturveranstaltungen bis hin zur Raumplanung und kommunalen Infrastruktur.
Nun sind zum wiederholten Mal Kinder im Visier – die unschuldigsten und verletzlichsten Mitglieder unserer Gesellschaft.
Bürgermeister Bošković, keine Funktion gibt Ihnen das Recht, Kinder und Eltern zu demütigen. Ihre Unterschrift kostet nichts, aber Ihr Schweigen und Ihr Starrsinn kosten die Zukunft einer ganzen Generation. Geduld und Gelassenheit sind ein Merkmal toleranter Menschen, aber auch sie haben ihre Grenzen. Diese Grenze haben Sie, Herr Bürgermeister, längst überschritten.
Die Eltern und die Bürgerplattform erwägen ernsthaft die Einreichung einer Strafanzeige gegen den Bürgermeister wegen vorsätzlicher Behinderung des Unterrichts, Amtsmissbrauch und Verweigerung des grundlegenden Rechts des Kindes – des Rechts auf Bildung.
Ein solches Verhalten stellt den moralischen und rechtlichen Tiefpunkt der lokalen Politik dar, und Stolac verdient es nicht, von Menschen geführt zu werden, die auf so hinterhältige und perfide Weise die sensibelste und verletzlichste Kategorie – Kinder – demütigen!
Wir werden nicht aufgeben. Unsere Kinder werden keine Geiseln der Politik und des Hasses sein“, heißt es in der Mitteilung des Verbandes Stolac glasno.
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