
(Patria) - Der Besitzer eines Ladens in Barcelona hat sich eine innovative Methode ausgedacht, um Touristen loszuwerden, die den Laden betreten und nur herumschauen, ohne etwas zu kaufen.
"Besichtigung des Ladens 5 € pro Person, danke", so steht es auf dem Schild am Eingang von Queviures Murria, einem historischen Feinkostgeschäft in Barcelona, das seit fast 130 Jahren besteht (Eröffnung 1898).
Ja, Sie haben richtig gelesen: Die Besitzer haben genug von Touristen, die hineingehen und dann ohne jeglichen Kauf wieder hinausgehen.
Wenn Sie sich jedoch fragen, wie das in der Praxis aussieht, hat der Laden noch niemandem die Besichtigung in Rechnung gestellt.
Laut dem Geschäftsführer Toni Merino ist die Absicht hier nicht, neugierige Betrachter tatsächlich zur Kasse zu bitten, sondern Touristen daran zu hindern, die Arbeit und das Geschäft des Ladens zu stören.
Merino erklärt, dass das Schild anfangs als Scherz aufgestellt wurde, sich aber als ziemlich effektiv erwiesen hat, um den Verkauf anzukurbeln, und daher beibehalten wurde.
Wenn Besucher nun den Laden fotografieren, kaufen sie am Ende oft einige Produkte.
Viele Besucher geben nicht nur Geld aus, sondern zeigen auch bessere Manieren – etwas, das die Besitzer nicht erwartet hatten, während Touristen durch den Laden streiften und alles um sich herum fotografierten.
Dieser "unzerstörbare" Laden ist eine beliebte Attraktion in der Stadt wegen seiner nostalgischen Werbung aus den 1920er Jahren und seines modernistischen Charmes.
Massentourismus wird in Barcelona zu einem immer größeren Problem, und dies ist nicht das erste Mal, dass die Stadt, sei es auf städtischer oder privater Ebene, Maßnahmen gegen das ergreift, was sie als unerwünschtes Verhalten betrachtet.
So verbot Barcelona letztes Jahr das Rauchen an allen Stadtstränden und führte eine Strafe von 30 Euro für jeden ein, der dabei erwischt wird, schreibt Punkufer.hr.
Die Stadt versucht definitiv, die wachsende Zahl von Touristen mit der Aufrechterhaltung der Sauberkeit und Lebensqualität der Stadt in Einklang zu bringen, und ob dies gelingt, wird die Zeit zeigen.
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