
(Patria) - Der albanische Premierminister Edi Rama ist zu einem offiziellen Besuch in Kroatien. Im Banski dvori wurde er von Premierminister Andrej Plenković empfangen.
Die beiden Premierminister forderten Maßnahmen gegen Serbien wegen Gewalt im Kosovo.
Sie verurteilten die Gewalt serbischer paramilitärischer Einheiten im Norden des Kosovo sowie deren Verherrlichung durch Belgrad aufs Schärfste und forderten die EU und den Westen auf, Serbien deswegen Maßnahmen aufzuerlegen.
Rund dreißig schwer bewaffnete Angehörige serbischer paramilitärischer Einheiten töteten am Sonntag, dem 24. September, im Dorf Banjska im Norden des Kosovo einen Polizisten. Die kosovarischen Sicherheitskräfte eliminierten im Kampf drei serbische Angreifer, woraufhin Belgrad einen Trauertag ausrief.
Rama sagte, die Aggression paramilitärischer Kräfte sei ebenso besorgniserregend wie die Reaktion Belgrads.
„Wir haben ein Verbrechen, die Ermordung eines Polizeibeamten, und wir haben die Verherrlichung derer, die es begangen haben“, sagte der albanische Premierminister und betonte, dass dies in einem Europa, das gegenteilige Werte vertritt, nicht akzeptabel sein dürfe.
Plenković betonte, dass solche Handlungen nicht ohne Antwort bleiben könnten und dass Belgrads Entscheidung für einen Trauertag fast eine Identifikation mit dem Geschehen bedeute. Er betonte, dass eine Untersuchung folgen werde, um vollständig zu klären, was geschehen sei, wonach der EU-Sondergesandte für den Dialog zwischen Pristina und Belgrad Maßnahmen vorschlagen werde.
Die Europäische Kommission (EK) kann auch autonom Maßnahmen ergreifen, ohne die Zustimmung aller Mitgliedstaaten, wie sie es vor einigen Monaten gegen den Kosovo getan hat. Die EK ergriff wegen Nichteinhaltung der EU-Forderungen Maßnahmen gegen Pristina, indem sie die Arbeit in den Arbeitsgremien im Rahmen des Stabilisierungs- und Assoziierungsabkommens aussetzte, Einladungen zu hochrangigen Treffen zurückzog und den Kosovo aus ihrem 7,5-Milliarden-Euro-Programm suspendierte.
Der kroatische Premierminister betonte, er sei zuversichtlich, dass es zu Maßnahmen kommen werde, und Rama hob hervor, dass diese ohne Zeitverlust angewendet werden sollten, da Belgrads Entscheidung für einen Trauertag keinen Raum für andere Interpretationen lasse.
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