Puharić: Die entscheidende Frage ist nicht, ob BIMA eine Auszeichnung verdient, sondern ob es im Interesse der Stadt liegt, sie ihm unter den gegebenen Umständen zu verleihen

Patria
AutorPatria
18:23
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Puharić: Die entscheidende Frage ist nicht, ob BIMA eine Auszeichnung verdient, sondern ob es im Interesse der Stadt liegt, sie ihm unter den gegebenen Umständen zu verleihen

(Patria) – Der Stadtrat von Sarajevo wird morgen den Antrag auf Überprüfung des Beschlusses über die Verleihung des kollektiven Sechsten-April-Preises der Stadt Sarajevo an die Medizinische Assoziation BIMA in Bosnien und Herzegowina prüfen, zusammen mit dem Vorschlag, ihn außer Kraft zu setzen.

Da die Sitzung für die Öffentlichkeit geschlossen ist, erklärte Bürgermeister Predrag Puharić, der diesen Antrag gestellt hat, zur besseren Information der Bürger, dass er zwar keine formelle Zuständigkeit für die Entscheidung über die Preisverleihung habe, aber die Verantwortung trage, das Ansehen und die Interessen der Stadt Sarajevo zu schützen.

- Ich hatte erwartet, dass die Stadträte als gewählte Vertreter der Bürger eine Diskussion über alle Aspekte dieses Falles und seine Auswirkungen auf das Ansehen der Stadt eröffnen würden, da die meisten von ihnen in den letzten vier Jahren im Stadtrat waren und daher mit den Einzelheiten des Rechtsstreits mit BIMA vertraut sein sollten.

Aus Respekt vor der Unabhängigkeit des Rates und des Preisverleihungsausschusses wollte ich deren Arbeit nicht beeinflussen. Jetzt jedoch sehe ich es als meine Pflicht an, auf bestimmte Tatsachen hinzuweisen, die für diese Entscheidung von Bedeutung sein könnten – betont Puharić.

Seinen Worten zufolge ist die entscheidende Frage nicht, ob BIMA eine Auszeichnung verdient, sondern ob es im Interesse der Stadt liegt, sie ihm unter den gegebenen Umständen zu verleihen.

Er erinnert daran, dass gegen den Präsidenten und den Sekretär der Organisation ein strafrechtliches Ermittlungsverfahren läuft, während die Stadt Sarajevo ein zivilrechtliches Verfahren gegen die Assoziation selbst eingeleitet hat, wegen zweckwidriger Verwendung von Haushaltsmitteln in Höhe von 40.000 KM, wie von der Haushaltsinspektion des Finanzministeriums des Kantons Sarajevo festgestellt.

- Vor diesem Hintergrund stellt sich die legitime Frage: Würden wir einem Verein einen Preis verleihen, wenn dieser eine Klage gegen die Stadt eingereicht hätte? – fragt Puharić.

Er betont, dass sein Antrag kein politischer Akt sei und sich nicht gegen eine Organisation richte, deren Beitrag unbestritten sei, sondern vielmehr ein Bestreben darstelle, rechtliche und ethische Konsistenz in der Arbeit der Stadtverwaltung sicherzustellen, die Integrität und das Ansehen der Stadt sowie das Vertrauen der Bürger in die sie vertretenden Institutionen zu wahren.

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