Der Schuss auf die Moschee in Janja ist ein Schuss ins Herz jedes Bosniaken in diesem Land

Patria
AutorPatria
17:53
Podijeli:
Der Schuss auf die Moschee in Janja ist ein Schuss ins Herz jedes Bosniaken in diesem Land

Ramiz Salkić, Vizepräsident der bosnischen Entität RS, traf sich am Samstag, dem 9. Januar 2016, in Janja mit politischen und religiösen Vertretern der Bosniaken dieser Region. Nach einem gemeinsamen Besuch der Čaršijska-Moschee wurde über den Angriff auf dieses Gotteshaus gesprochen, der am orthodoxen Weihnachtstag, dem 7. Januar 2016, mit Schusswaffen verübt wurde. Dabei wurde eine Fensterscheibe zertrümmert, und es blieben Spuren an der Fassade und den Innenwänden der Moschee zurück. Vizepräsident Salkić rief die Ermittlungsbehörden auf, die Untersuchung so schnell wie möglich durchzuführen und die Täter zu ermitteln. Er rief die Bosniaken zu Frieden und Geduld auf, berichtet die bosnische Nachrichtenagentur Patria.

- Ich erwarte den höchsten Grad an Professionalität von den Ermittlungsbehörden. Leider haben einige Sicherheitsbehörden voreilig und noch vor Abschluss der Ermittlungen diesen Angriff grundlos als verirrte Kugel eingestuft. Hier handelt es sich um einen gezielten Angriff, der als terroristischer Akt mit dem Ziel der Störung der interethnischen Beziehungen charakterisiert werden kann. Die Bosniaken sind in dieser Entität auf ihrem eigenen Grund und Boden. Wir wünschen uns ein friedliches Zusammenleben, aber alle müssen wissen, dass wir keine Schikanen gegen unsere Werte und Einschüchterungen unserer Menschen zulassen werden. Der Schuss auf die Moschee in Janja ist ein Schuss ins Herz jedes Bosniaken in diesem Land - sagte Salkić.

Während seines Aufenthalts in Janja besuchte Vizepräsident Ramiz Salkić, begleitet von Samir Baćevac, Delegierter im Völkerrat, Omer Camić, Hauptimam des Medžlis der Islamischen Gemeinschaft Janja, und Huse Žećkanović, stellvertretender Bürgermeister der Gemeinde Bijeljina, das Humanitäre Zentrum des Vereins demobilisierter Kämpfer in Janja. Im Rahmen dieses Zentrums ist eine öffentliche Küche tätig, in der täglich zwanzig Personen verpflegt werden. Mit den Mitgliedern dieses Vereins wurde über Möglichkeiten der Unterstützung ihrer humanitären Arbeit gesprochen.

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