
(Patria) - Heute finden die achten Proteste von jungen Leuten und Bürgern statt, und die Kolonne bewegt sich auf der Hauptverkehrsstraße in Richtung des Gebäudes der Staatsanwaltschaft des Kantons Sarajevo.
Samir Hrnjica, inoffizieller Vertreter der Organisatoren, rief alle auf, sich zum Gebäude der Staatsanwaltschaft KS zu begeben.
„Wir gehen zur Staatsanwaltschaft, um alle Forderungen vorzubringen. Wir sind keine Narren, sie können uns nicht mehr an der Nase herumführen“, sagte Hrnjica.
Während der Marsch durch die Stadt ging, schlossen sich immer mehr Bürger den Demonstranten an.
Bei den Protesten ist auch Unterstützung aus dem benachbarten Serbien zu sehen, und eine Dame kam mit einem Transparent: „Für Sarajevo, aus Zemun“.
Eine große Kundgebung fand am 21. Februar statt, als die Forderungen nach einer wirksamen Untersuchung des Straßenbahnunfalls, bei dem Erdoan Morankić tödlich verunglückte, verlesen wurden.
Die Teilnehmer kamen zur Radićeva-Straße, in der sich die Staatsanwaltschaft KS befindet, und riefen: „Gerechtigkeit“ und „Kommt raus“.
Sie forderten, dass die Angestellten an die Fenster treten, was nicht geschah. Dann riefen sie „Mörder“, „Kommt raus“.
Vor der Staatsanwaltschaft des Kantons Sarajevo sprachen die Väter der tödlich verunglückten Kinder.
Muriz Memić, Vater von Dženan Memić, sagte, dass zehn Jahre seit dem Tod seines Sohnes vergangen seien.
„Die Politik kontrolliert die Justiz. Sie lügen, dass sie nicht politisch sind. Die Politik ernennt alle Oberstaatsanwälte und Kommissare. Diese werden nicht so leicht von der Macht abtreten. Danke dieser Jugend“, sagte Memić, der die Oberstaatsanwältin Melihu Dugaliju zum Rücktritt aufforderte.
Auch die Väter der tödlich verunglückten Džejla Drapić, Hamza Marevac und Esma Kaljanac sprachen.
Die Studentin Lamija Hadžimusić sprach. In ihrer emotionalen Rede wies sie darauf hin, dass das Studentenwohnheim in Bjelave nicht sicher für das Leben der Studenten sei.
„Der Staat muss beginnen, im Dienste der Bürger zu stehen, nicht der Regierung, des Ministeriums, dieses oder jenes. Stoppt die Tragödien, fangt an zu arbeiten. Fangt an zu arbeiten, oder wir werden anfangen, euch zu richten“, sagte diese Studentin.
Im Namen der Gymnasiasten sprach Kerim Žuga.
„Eure Forderungen wurden euch zugestellt, worauf wartet ihr noch? Gebt uns die Wahrheit, nicht Schweigen. Gebt uns Entlassungen, denn vielleicht kommt daraus Hoffnung. Nennt die Schuldigen für diese bedauerlichen Ereignisse. Nennt den Direktor des Studentenwohnheims, stoppt den Nepotismus. Wir fordern Gerechtigkeit“, sagte Žuga.
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