
(Patria) - Die Sondersitzung der Nationalversammlung der Republika Srpska, auf der die Abgeordneten den Haushaltsentwurf für das kommende Jahr erörtern, wurde in Banja Luka fortgesetzt.
Vor dem Gebäude der NSRs versammelten sich erneut Bürger, die gegen den Gesetzesentwurf protestieren, der den Einnahmen von Banja Luka und Bijeljina aus der Mehrwertsteuer zugunsten von unterentwickelten Gemeinden bzw. lokalen Gemeinschaften mit weniger als 50.000 Einwohnern kürzt.
Die versammelten Bürger werfen Geld für die Behörden der RS und den Präsidenten des Entitäts, Milorad Dodik, in eine Spardose.
Die Bürgermeister von Banja Luka und Bijeljina, Draško Stanivuković und Ljubiša Petrović, behaupten, ihnen werde Geld vorenthalten, weil in diesen Städten die Opposition an der Macht sei.
Auch gestern fand ein Protest statt, woraufhin Stanivuković ein Treffen mit dem Premierminister der Republika Srpska und dem Präsidenten der Nationalversammlung der RS beantragte, das jedoch nicht zustande kam, woraufhin sich die Bürger erneut versammelten.
„Wir haben gestern hier gefordert, heute mit dem Premierminister und dem Präsidenten der NSRS zu sprechen, aber daraus wird nichts. Aus Bijeljina sind Bürger mit Bussen losgefahren, um uns zu unterstützen, aber die Polizei hat sie an den Mautstellen der Autobahn aufgehalten“, sagte Stanivuković.
Er fügte hinzu, dass „Banja Luka seine Forderung nicht aufgeben wird, das umstrittene Gesetz aus dem parlamentarischen Verfahren zurückzuziehen“.
Sollte das genannte Gesetz verabschiedet werden, werden Banja Luka und Bijeljina in den nächsten drei Jahren jährlich sechs bzw. vier Millionen KM verlieren.
„Wir haben vorgeschlagen, dass wir alle diese lokalen Gemeinschaften solidarisch unterstützen. Sie wollen nicht. Nun, dann geben wir unser nicht her“, sagte Stanivuković.
Nach Angaben der Regierung der RS wurde dieses Gesetz vom Verband der Gemeinden und Städte der RS initiiert.
Die Abgeordneten der Nationalversammlung der Republika Srpska (NSRS) haben gestern den Entwurf des Programms für Wirtschaftsreformen der Republika Srpska für den Zeitraum 2025–2027 im beschleunigten Verfahren erörtert, das Wirtschaftswachstumsraten von 2,8 %, 3,1 % und 3,3 % für diese Jahre prognostiziert.
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