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Nach der Entscheidung der Staatsanwaltschaft der Gespanschaft Split, Oliver Knezović von den Mordvorwürfen freizusprechen, wandte sich der Fußballverein Sarajevo mit einer offiziellen Erklärung an die Öffentlichkeit, berichtet die Agentur Patria.
Die Erklärung wird in vollem Umfang wiedergegeben.
- Jeder Liebhaber des Fußballvereins Sarajevo, jeder Sportfunktionär, jeder Bürger von Sarajevo und ganz Bosnien und Herzegowina, eigentlich jeder normale und moralische Mensch, war schockiert über die Nachricht von der Entscheidung der Staatsanwaltschaft der Gespanschaft Split, die die Anklage gegen Oliver Knezović geändert hat, sodass er nicht mehr wegen des Mordes an Vedran Puljić und der Verletzung von sechs weiteren unserer Fans angeklagt wird. Angesichts der Änderung der Anklage wird Knezović nun wegen versuchten Mordes und gemeingefährlicher Handlungen angeklagt, wodurch die Ereignisse vom Oktober 2009 verdreht und nicht in ihrem wahren Licht dargestellt werden.
Fast acht Jahre nach den bedauerlichen Ereignissen vor dem Stadion „Pecara“ in Široki Brijeg hat die Gerechtigkeit den Mörder und andere Personen, die bei dem Angriff auf die Fans unseres Vereins Waffen eingesetzt haben, immer noch nicht erreicht. Der Fußballverein Sarajevo äußert hiermit seine tiefe Enttäuschung über die Änderung der Anklage, die offensichtlich darauf abzielt, die Wahrheit aus Široki Brijeg dauerhaft zu vertuschen und zu verschleiern. Es ist eine große Schande für das Rechtssystem und die Gesellschaft, dass der Mörder eines jungen Lebens und fast acht Jahre nach dieser schrecklichen Tat immer noch nicht angeklagt und bestraft wurde.
Anstatt dass der „Rechtsstaat“ seine Mechanismen nutzt und die Justiz Fälle löst und die Bürger dieses Landes schützt, erleben wir Jahr für Jahr Szenen wie die Flucht eines Verdächtigen aus der Haft, das Nichterscheinen zu Anhörungen, die Verlegung des Falls in ein anderes Land und wir werden Zeugen von erneutem massivem nationalistischem und faschistischem Gesang voller Hass und all dessen, was seinen Platz in Erziehungsheimen und Gefängnissen sehen sollte und nicht auf Fußballstadien.
Der Fußballverein Sarajevo steht hinter seinen Fans bei der jahrelangen Suche nach einem fairen Gerichtsverfahren und der endgültigen Darstellung der Wahrheit über die Ereignisse vom Oktober 2009. Der Verein wird aus den Einnahmen der bevorstehenden zwei Heimspiele gegen Široki Brijeg (16. 9.) und Krupa (01. 10.) finanzielle Mittel zur Finanzierung des Gerichtsverfahrens in diesem Fall bereitstellen.
Von jedem verkauften Ticket für das heutige Spiel wird 1 KM und die gesamten Einnahmen aus dem Verkauf von Tickets für das Heimspiel gegen Krupa werden zur Finanzierung des Gerichtsverfahrens verwendet. Der Fußballverein Sarajevo appelliert an die zuständigen Behörden, alles in ihrer Macht Stehende zu tun, damit die Gerechtigkeit den Mörder von Vedran Puljić erreicht.
Das heutige Spiel gegen Široki Brijeg, das um 19 Uhr im Koševo stattfindet, ist das Spitzenspiel dieser Premier-League-Runde und mit der Unterstützung der Fans glauben wir an den Sieg der von Husref Musemić betreuten Mannschaft. Der juristische Kampf sollte in der Gerichtsverhandlung bleiben und wir dürfen unter keinen Umständen zulassen, dass bedauerliche Szenen und Gewalt Teil des bosnisch-herzegowinischen Fußballs sind – heißt es in der Erklärung des FK Sarajevo.
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