
Geschrieben von: A. Čorbo-Zećo
Der Besuch von Bakir Izetbegović und Dragan Čović in Kroatien ist derselbe wie der von Milorad Dodik in Zagreb. Völlig gleich, wir haben dem Spiel Kroatiens zugestimmt. Die offizielle Politik unseres Nachbarlandes Kroatien verhält sich so, als ob in BiH Stämme leben! Wie sonst könnte man all das charakterisieren, was in den letzten Tagen passiert ist.
Der SDA-Vorsitzende Bakir Izetbegović sagte zunächst, er werde nicht nach Zagreb reisen, und sagte dann, er reise als Parteivorsitzender. Genau wie Dodik, der sagte, er reise als Parteivorsitzender nach Zagreb.
Um Izetbegović zu rechtfertigen, sprach auch Šefik Džaferović von einem Treffen auf Parteiebene. Meine Herren, dies ist kein Privatstaat und es gibt noch andere Parteien darin.
Und egal wie Izetbegović und die SDA den Besuch in Zagreb als Besuch des Parteivorsitzenden darstellen, das offizielle Zagreb ist der Gewinner. Die Botschaft wurde gesendet.
Besonders problematisch ist, dass die Außenministerin von BiH, Bisera Turković, in Zagreb an demselben Treffen teilnahm. Sie vertrat die Institutionen von BiH. Was machten dann Čović und Izetbegović.
Sie verunglimpften die Institutionen in Zagreb. Wäre das nicht der Fall, wären Izetbegović und Čović im kroatischen Parlament. Alles andere sind Beziehungen, die Kroatien anstrebt und die Čović sich wünscht. Izetbegović macht einen Fehler nach dem anderen.
Jetzt ist offiziell klar, dass Zagreb BiH als Staat dreier verschiedener Völker betrachtet und nicht als Staat der Bürger.
Mitteilungen aus dem Büro von Plenković, HDZ BiH, besagen eindeutig, dass der „Dialog mit den politischen Vertretern der drei konstituierenden Völker in BiH“ fortgesetzt wurde.
So viel zum staatsbürgerlichen Konzept von Izetbegović, das er angeblich vertrat und vertritt. Die Frage ist nur, wie lange Željko Komšić das alles ertragen wird.
Wir haben gestern Abend so oft gehört, dass es notwendig ist, die legitime Vertretung dieser Völker in BiH sicherzustellen, und da gibt es keinen Komšić. Weder Skopljaković noch andere Personen aus den Urteilen des Straßburger Gerichts. Schändlich und überaus demütigend.
Nach Dodik gelang es Plenković, auch Izetbegović separat an seine Schwelle zu bringen, und das ist sein Sieg. All das vor dem Besuch von Pompeo selbst. Und jedem ist klar, dass es seit langem keine institutionelle Zusammenarbeit zwischen BiH und Kroatien mehr gibt, so wie Bakir auch innerhalb von BiH selbst verschiedene außerinstitutionelle Handlungen gebildet hat, aber die Zustimmung zu diesem kroatischen Spiel ist der letzte Tropfen, der das Fass zum Überlaufen bringt.
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