Polizei in Prijedor verfolgt „Ljute Krajišnike“!

Patria
AutorPatria
13:37
Podijeli:
Polizei in Prijedor verfolgt „Ljute Krajišnike“!

Polizeibeamte der Kriminalpolizei, CJB Prijedor, haben der Bezirksstaatsanwaltschaft Banja Luka, Zweigstelle Prijedor, einen Bericht über begangene Straftaten „Behinderung eines Amtsträgers in der Ausübung seines Dienstes“ und „Aufstachelung zu nationalem, rassischem und religiösem Hass und zur Intoleranz“ gegen die Personen J.O., D.J., S.M., alle aus Prijedor, vorgelegt, berichtet Patria.

Auf diese Mitteilung reagierte der Verein „Ljuti Krajišnici“, der über die Pressemitteilung des Zentrums für öffentliche Sicherheit Prijedor beunruhigt ist.

 
- Die Fangruppe "Ljuti Krajišnici" ist als Nichtregierungsverein registriert, dessen Ziel unter anderem die Hilfe für Menschen in Not ist. Wir agieren als legal registrierte Rechtspersönlichkeit. So kamen wir nach den Mai-Überschwemmungen organisiert mit einem Lastwagen voller humanitärer Hilfe nach Prijedor und verteilten diese an alle Bürger Prijedors, unabhängig von ihrer nationalen und religiösen Zugehörigkeit. Davon existieren Fotos und Videoaufnahmen, die bewegende Begegnungen mit den Bürgern Prijedors, insbesondere mit Bürgern serbischer Nationalität, festhalten. Mit unserem Namen tragen wir zur Stärkung anderer Identitäten bei, nicht nur nationaler – heißt es in der Mitteilung.


Weiter wird ausgeführt, dass es zutrifft, dass sie am 20. Juli 2014 mit den besten Absichten spontan nach Prijedor kamen, um an der kollektiven Dženaza und der Beisetzung von 284 unschuldigen zivilen Kriegsopfern teilzunehmen, darunter zehn identifizierte Familienmitglieder unseres minderjährigen Mitglieds A.D.

Es stimmt, dass es am Ausgang von Kozarac nach der Durchführung der Dženaza zu einem Vorfall kam, an dem mehrere Beteiligte schuld sind. Darunter auch die Genannten, sowie ein angeblicher behinderter Angehöriger der Prijedorer Polizei, der seine Befugnisse überschreitend und in Anwesenheit einer großen Anzahl erschütterter Familienmitglieder grob auf eine Person losging, was eine Reaktion der anwesenden Bürger und erst dann eines Teils unserer Mitglieder auslöste, die im Affekt und emotional handelten. Uns beunruhigt die Tatsache, dass der Anlass der polizeilichen Ermittlungen ein auf zahlreichen Internetseiten veröffentlichtes Video ist und dass sich die Polizei nur mit diesem Teil des Geschehens befasst – heißt es weiter, und sie behaupten, dass die Mitglieder der Organisation während der Vorführung und Vernehmung Drohungen und Rufen der Ermittler ausgesetzt waren, die mehr als unangemessen für die Zeit und den Raum, in dem wir leben, waren.

Wir erinnern die Öffentlichkeit daran, dass in Prijedor am 14. September nach dem Basketballspiel zwischen Serbien und den Vereinigten Staaten von Amerika die Čaršijska-Moschee angegriffen wurde. Auch dieser Vorfall wurde von Kameras aufgezeichnet, und die Täter dieses Vorfalls wurden bald entdeckt und sind der Prijedorer Polizei bekannt. Um die Ironie zu vergrößern, ereignete sich dieser Vorfall in Anwesenheit von Prijedorer Polizisten. Doch im Gegensatz zum Fall in Kozarac wurde dieser Vorfall als "Beschädigung oder Entwendung fremder Sachen" eingestuft. Zum x-ten Mal wurden die zerbrochenen Scheiben ersetzt, und die Bürger islamischen Glaubens blieben in Angst, sowohl vor zukünftigen Ereignissen als auch vor der Polizei selbst, die sie mit ihrer Pressemitteilung zusätzlich gedemütigt hat – führen sie aus.

- Deshalb äußern wir unsere tiefe Besorgnis über die selektive Vorgehensweise der Prijedorer Polizei, die auf diese Weise eine beunruhigende Botschaft an die Bürger Prijedors nichtserbischer Nationalität sendet. Wir entziehen uns nicht unserer eventuellen Verantwortung, haben aber genügend Gründe, an den Absichten des Leiters des CJB Prijedor zu zweifeln und uns um eine faire Behandlung der drei Personen zu sorgen, gegen die der Bericht gerichtet ist und die ebenfalls selektiv ausgewählt wurden, da es sich um Personen aus dem Gebiet von Prijedor handelt, von denen eine auf dem genannten Videomaterial überhaupt nicht zu sehen ist – schließt die Mitteilung. 

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