Vor 33 Jahren wurde in Višegrad eines der monströsesten Verbrechen begangen: 70 Personen wurden in einem Haus gefangen genommen und bei lebendigem Leib verbrannt

Patria
AutorPatria
13:14
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Vor 33 Jahren wurde in Višegrad eines der monströsesten Verbrechen begangen: 70 Personen wurden in einem Haus gefangen genommen und bei lebendigem Leib verbrannt

(Patria) - Der Verband „Frau – Kriegsopfer“ wird am Samstag, dem 14. Juni 2025, um 11:30 Uhr, den Jahrestag eines der schrecklichsten Verbrechen begehen, die während der Aggression gegen Bosnien und Herzegowina begangen wurden – die lebenden Scheiterhaufen in der Pionirska Straße in Višegrad.

An diesem Tag, dem 14. Juni 1992, sperrten Angehörige serbischer Militäreinheiten über 70 Zivilisten bosniakischer Nationalität, Frauen, Kinder und ältere Menschen, im Haus der verstorbenen Zebe (geb. Omeragić, Adem) Sumbula ein und verbrannten sie anschließend bei lebendigem Leib. Unter den Ermordeten befand sich auch ein nur zwei Tage altes Baby, was von der Brutalität und Unmenschlichkeit dieses Verbrechens zeugt. Nur acht Personen überlebten diese monströse Tat.

Bis heute wurden die Knochen der Opfer, die in diesem Haus bei lebendigem Leib verbrannt wurden, noch nicht gefunden, was den Schmerz der Familien zusätzlich erschwert und ein ernstes Versäumnis bei der Suche nach Wahrheit und Gerechtigkeit darstellt.

Der Internationale Strafgerichtshof für das ehemalige Jugoslawien (ICTY) hat dieses Ereignis rechtskräftig als Verbrechen gegen die Menschlichkeit eingestuft, in Form von Mord, grausamer und unmenschlicher Behandlung und Ausrottung, die vorsätzlich begangen wurden.

Für dieses Verbrechen wurde Milan Lukić zu lebenslanger Haft verurteilt, während Sredoje Lukić und Radomir Šušnjar, genannt „Lalco“, zu 27 bzw. 20 Jahren Haft verurteilt wurden.

Die Gedenkfeier findet in der Pionirska Straße in Višegrad, am authentischen Tatort, zusammen mit den überlebenden Opfern und den Familienangehörigen der getöteten Zivilisten statt.

Der Verband „Frau – Kriegsopfer“ wird bei der morgigen Gedenkfeier zum Jahrestag eine klare Botschaft an die Institutionen Bosnien und Herzegowinas – die gesetzgebende und ausführende Gewalt sowie die Staatsanwaltschaft von BiH – richten, dass Gerechtigkeit für die Opfer nicht nur eine Frage der Vergangenheit ist, sondern auch die Grundlage für eine Zukunft ohne ungestrafte Verbrechen bildet.

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