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Staatsanwaltschaft und Verteidigung hielten heute ihre Schlussplädoyers im Fall gegen den Notfallfahrer Adnan Salčin. Er ist wegen eines schweren Verkehrsunfalls in Vogošća im Jahr 2011 angeklagt, bei dem der Radfahrerjunge Haris Tvrtković schwer verletzt wurde. Haris ist seitdem bewegungsunfähig und kann kaum sprechen.
Die Urteilsverkündung ist für Dienstag, den 24. Juni, um 15 Uhr angesetzt. Dann wird das Amtsgericht zum zweiten Mal ein Urteil verkünden. Nach dem ersten Verfahren hob das Kantonsgericht das Freispruchurteil für den Fahrer auf, da der Richter die Aussagen der Zeugen der Staatsanwaltschaft nicht berücksichtigt und nicht begründet hatte, warum er nur den Aussagen der Verteidigungszeugen Glauben schenkte.
Haris' Eltern hoffen, dass der Richter bei der Urteilsfindung diesmal alle Zeugenaussagen berücksichtigt, die Fakten objektiv betrachtet und schließlich ein gerechtes Urteil über den Unfall fällt, bei dem, zumindest aufgrund des Fehlens einer stichhaltigen Begründung für das aufgehobene Urteil, nicht nur ihr Sohn, sondern auch ein Teil des Systems zu Schaden kam, falls es überhaupt ein System gibt, berichtet Patria.
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