
(Patria) - In Sarajevo verstarb gestern Abend, am 5. April, im Alter von 78 Jahren Akademiemitglied Rusmir Mahmutćehajić, ein herausragender Intellektueller und erster Vizepräsident der Regierung der Republik Bosnien und Herzegowina.
Neben seiner Tätigkeit als Vizepräsident der ersten Regierung von RBiH war Mahmutćehajić auch Minister für Energie, Bergbau und Industrie der Republik Bosnien und Herzegowina.
Mahmutćehajić wurde am 29. Juni 1948 in Stolac geboren, wo er die Grund- und Gymnasialschule besuchte. 1973 schloss er sein Studium an der Fakultät für Elektrotechnik der Universität Sarajevo ab, 1975 erwarb er den Magister und 1980 promovierte er an der Universität Zagreb. Seine Spezialisierung absolvierte er 1982 am Internationalen Zentrum für Theoretische Physik in Triest, Italien, und seine Postdoktorandenstudien 1988 an der Katholischen Universität Leuven, Belgien.
Er arbeitete als Forscher und Direktor am Institut für Arbeitsschutz der Universität Sarajevo sowie als Direktor des Instituts für Ergonomie derselben Universität; von 1985 bis 1991 war er Professor und Dekan der Fakultät für Elektrotechnik der Universität Osijek, Kroatien.
Von 1991 bis 1992 war er Vizepräsident der Regierung von Bosnien und Herzegowina und von 1992 bis 1994 Minister für Energie, Bergbau und Industrie von Bosnien und Herzegowina, als er zurücktrat. Er war auch Mitglied des Rates der Universitäten von Sarajevo und Osijek sowie Vorsitzender der Kommission für gesellschaftliche Aktivitäten der Regierung von Bosnien und Herzegowina.
Seit 1992 ist er Präsident des bosnisch-herzegowinischen Komitees CIGRE, seit 1996 Vorsitzender des Redaktionsbeirats der Zeitschrift "Dijalog", Herausgeber der Zeitschriften "Bosanskohercegovačka elektrotehnika" und "Blagaja". 1997 wurde er zum ersten Präsidenten des Internationalen Forums Bosna gewählt. Seit 2023 ist er Mitglied der Europäischen Akademie der Wissenschaften und Künste.
In seinem engeren wissenschaftlichen Bereich veröffentlichte er über hundert Fach- und Wissenschaftsarbeiten, darunter acht Bücher. Er veröffentlichte auch siebzehn Bücher mit Belletristik, politischen und philosophischen Essays sowie Übersetzungen ins Bosnische.
Komentari (0)
Prijavite se za komentiranje
PrijavaJos nema komentara. Budite prvi!
Minuta
Sve →Iz drugih kategorija

Hoher Repräsentant nicht gewählt: Deutsche, Franzosen und Briten sabotierten Amerikaner, neuer Versuch Ende Juni

ČOVIĆ OHNE GNADE Wie diejenigen, die Ademović ins Amt brachten, ihm eine politische Hölle bereiteten




Sonniger Samstag, es wird recht warm




Tragödie im albanischen Ferienort: Zwei Minderjährige ertrunken













