
(Patria) - Die Präsidentschaft von BiH hat auf ihrer heutigen Sitzung mehrere Schlussfolgerungen verabschiedet, die sich auf die Einleitung einer Initiative zur Aufnahme bilateraler Wirtschafts- und Handelsgespräche mit den Vereinigten Staaten von Amerika und den Abschluss eines zwischenstaatlichen „Government-to-Government“-Abkommens mit den Vereinigten Staaten von Amerika beziehen, auf Vorschlag von Denis Bećirović, Mitglied der Präsidentschaft von BiH, wie Patria erfahren hat.
1. Der Ministerrat von Bosnien und Herzegowina wird beauftragt, innerhalb von zehn Tagen im Namen von Bosnien und Herzegowina eine Initiative in Form eines Interessenbekundungsschreibens an den Handelsbeauftragten der Vereinigten Staaten von Amerika (USTR) zur Aufnahme bilateraler Wirtschafts- und Handelsgespräche mit den Vereinigten Staaten von Amerika vorzubereiten und dem Präsidium von BiH zur weiteren Bearbeitung vorzulegen.
2. Der Ministerrat von BiH wird beauftragt, unverzüglich alle notwendigen Aktivitäten zur Vorbereitung und zum eventuellen Abschluss eines zwischenstaatlichen (G2G) Abkommens mit den Vereinigten Staaten von Amerika zu unternehmen, das eine institutionelle, investive und projektbezogene Zusammenarbeit in Bereichen von gemeinsamem Interesse ermöglichen würde.
3. Alle konkreten Maßnahmen müssen so gestaltet sein, dass vertragliche Verpflichtungen mit anderen Partnern, insbesondere mit der Europäischen Union, berücksichtigt und nicht gefährdet werden.
4. Das Ministerium für Außenhandel und Wirtschaftsbeziehungen von BiH wird beauftragt, eine umfassende Analyse der Auswirkungen der Änderung der US-Außenhandelspolitik auf den Außenhandel von Bosnien und Herzegowina zu erstellen. Ebenso ist eine umfassende Analyse der außenhandelsbezogenen Folgen von Änderungen verbundener Politiken und/oder einzelner Elemente bestehender Abkommen, Gesetze und nachrangiger Rechtsakte zu erstellen. Jede Handlung ohne solche Szenarioanalysen ist ausgeschlossen", heißt es in den Schlussfolgerungen.
Die USA haben die Anwendung zusätzlicher Zollmaßnahmen, die auch Bosnien und Herzegowina betrafen, für 90 Tage ausgesetzt. Diese Frist endet am 9. Juli 2025, und es ist notwendig, Verhandlungen zwischen BiH und den USA aufzunehmen.
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