
(Patria) - Ivo Josipović, ehemaliger Präsident der Republik Kroatien und ordentlicher Professor an der Juristischen Fakultät der Universität Zagreb, hielt heute in Zenica einen Vortrag mit dem Titel „QUO VADIS, EU? – Eine alternative Zukunft der Europäischen Union“.
Der Vortrag fand im Hörsaal der Fakultät für Ingenieurwissenschaften und Naturwissenschaften der Universität Zenica statt, und die Themen waren: die Zukunft der Länder des Westbalkans innerhalb der Europäischen Union, die Zukunft der Union selbst im Kontext globaler geopolitischer Umwälzungen, die Herausforderungen Bosnien und Herzegowinas auf dem Weg zur Mitgliedschaft und die Erfahrungen der Republik Kroatien.
Der Premierminister des Kantons Zenica-Doboj, Nezir Pivić, der den ehemaligen Präsidenten der Republik Kroatien auf dessen Einladung in Zenica empfing, hieß Prof. Josipović willkommen. Bei dieser Gelegenheit nahm er an der feierlichen Akademie zum 1. März – dem Tag der Unabhängigkeit Bosnien und Herzegowinas im Bosnischen Nationaltheater teil und hielt einen Vortrag für Studenten und die interessierte Öffentlichkeit.
– Wir freuen uns, dass eine Persönlichkeit, die diese Region mit ihrem politischen und intellektuellen Wirken geprägt hat, heute bei uns ist. Es handelt sich um eine Person, die ein aufrichtiger Freund Bosnien und Herzegowinas ist. Wir freuen uns besonders, dass wir die Gelegenheit hatten, ihn bei der feierlichen Akademie zu empfangen, aber auch, einen Vortrag für unsere Studenten und alle interessierten Bürger zu organisieren.
Das Thema Europäische Union, die Länder des Westbalkans und die geopolitischen Beziehungen ist von außerordentlicher Bedeutung, und Professor Josipović ist ein ausgezeichneter Kenner dieser Fragen. Wir konnten uns wirklich an seinem Vortrag erfreuen – sagte der Premierminister des Kantons Zenica-Doboj, Nezir Pivić.
Professor Josipović gab einen historischen Überblick über die Entstehungsgründe der Europäischen Union, ihre Erfolge, aber auch die Herausforderungen, denen sie sich gegenübersieht, und ging dabei besonders auf das ein, was die Bürger Bosnien und Herzegowinas am meisten interessiert – wie die Zukunft der Europäischen Union und der Platz von BiH darin aussieht.
– Die allgemein anerkannte Ansicht ist, dass die Länder der Region Mitglieder der Europäischen Union werden. Die wichtigste Herausforderung besteht darin, die Verpflichtungen zu erfüllen, insbesondere die Standards der Europäischen Union zu erfüllen, um sich für die Mitgliedschaft zu qualifizieren.
Kroatien hat einen anspruchsvollen Weg zur Mitgliedschaft hinter sich, aber diese Anstrengung hat sich ausgezahlt, nicht nur finanziell. Bereits während der Verhandlungen wurden wir ein geordneteres Land und eine bessere Gesellschaft. Ich bin zuversichtlich, dass Bosnien und Herzegowina dies schaffen kann – sagte Ivo Josipović.
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