
(Patria) - Das Gericht von BiH hat die Anklage gegen den ehemaligen Minister für Menschenrechte und Flüchtlinge von BiH, Miloš Lučić, sowie Siniša Papaz, Dalibor Šehovac und Mirko Ristović wegen Amtsmissbrauchs oder Machtmissbrauchs bestätigt. Lučić wird auch der Veruntreuung im Dienst beschuldigt.
In der Anklageschrift heißt es, dass Lučić von Mai 2020 bis Dezember 2022 Entscheidungen getroffen hat – im Bewusstsein, dass diese unwahre Angaben enthielten –, mit denen er sich die Nutzung von Repräsentationsmitteln genehmigte, um sich einen Vermögensvorteil zu verschaffen, schreibt Detektor.ba.
Laut Anklageschrift handelte Lučić entgegen den Bestimmungen, die die Ausgaben und die Verwendung von Geld- und Sachmitteln des Ministeriums definieren und regeln, indem er die Kosten für Repräsentationen, Verzehr von Speisen und Getränken auf Kosten des Ministeriums falsch darstellte.
Von Papaz beschaffte er eine größere Menge verschiedener Kassenbons, die bereits in Gaststätten bezahlt waren, und gab diese als Repräsentationskosten des Ministeriums oder als Rechnungen für den Verzehr von Speisen und Getränken in verschiedenen Lokalen aus.
Lučić wird auch beschuldigt, die offizielle Bankkarte des Ministeriums für Menschenrechte und Flüchtlinge missbräuchlich für das Betanken verschiedener Fahrzeuge verwendet zu haben, die nicht im Besitz des Ministeriums waren.
Laut einer früheren Mitteilung der Staatsanwaltschaft ließ Lučić – unter Verwendung des offiziellen Audi A6 – angeblich Wartungsarbeiten an Fahrzeugen außerhalb ausgewählter und autorisierter Werkstätten durchführen, wobei ihm Šehovac und Ristović halfen, wodurch Kosten präsentiert wurden, die nicht angefallen waren, und ein rechtswidriger Vermögensvorteil erzielt wurde.
Dem ehemaligen Minister wird auch vorgeworfen, Mittel des Ministeriums in Form von elektronischer Ausrüstung unterschlagen zu haben, die er bei der Rückgabe seiner Funktion fälschlicherweise als gestohlen gemeldet hatte, sodass die Gegenstände bei einer Durchsuchung seines Familienhauses gefunden wurden.
Lučić wird beschuldigt, durch Ausnutzung seiner offiziellen Befugnisse einen Schaden für den Staatshaushalt in Höhe von 69.777 KM verursacht zu haben, wie die Staatsanwaltschaft zuvor mitteilte.
Lučić wurde im Dezember 2022 bei einer Aktion der Staatlichen Ermittlungs- und Schutzbehörde (SIPA) mit dem Codenamen „Dijamant 2“ festgenommen und trat wenige Tage später von seinem Amt als Minister zurück.
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