
(Patria) - Fünfunddreißig Abgeordnete der montenegrinischen Versammlung haben einen Brief an Premierminister Milojko Spajić geschickt, in dem sie die Regierung auffordern, ohne weitere Verzögerung eine Entscheidung über die Mitunterstützung des Resolutionsentwurfs zum Völkermord in Srebrenica zu treffen.
Diese Information wurde auf sozialen Netzwerken vom Abgeordneten der Demokratischen Partei der Sozialisten (DPS), Andrija Nikolić, veröffentlicht.
35 Abgeordnete der Versammlung 🇲🇪 haben einen Brief an Premierminister @MickeySpajic geschickt und die von ihm geführte Regierung aufgefordert, ohne weitere Verzögerung eine Entscheidung über die Mitunterstützung des Resolutionsentwurfs zum Völkermord in Srebrenica zu treffen, der bald vor der Generalversammlung der Vereinten Nationen liegen wird. ⬇️ pic.twitter.com/ZCNgQoqX5k
— Andrija Nikolić (@AndrijaMNikolic) April 26, 2024
„Der Text des an die Regierung von Montenegro gesendeten Briefes wurde den Abgeordneten aller Fraktionen der Versammlung zur Unterzeichnung angeboten, mit Ausnahme der Abgeordneten der ehemaligen Demokratischen Front, die leugnen, dass in Srebrenica ein Völkermord stattgefunden hat“, schrieb Nikolić.
Zur Erinnerung: Die Abstimmung über den Resolutionsentwurf zum Völkermord in Srebrenica, die für den 2. Mai geplant war, wurde in der UN-Generalversammlung verschoben. Den UN-Mitgliedstaaten wurde die Möglichkeit gegeben, weitere Vorschläge zum endgültigen Text des Dokuments zu machen.
Die Resolution sieht unter anderem vor, dass der 11. Juli jedes Jahres als „Internationaler Tag des Gedenkens an den im Juli 1995 in Srebrenica begangenen Völkermord“ begangen wird.
Sie verurteilt auch die Leugnung des Völkermords und die Verherrlichung von Kriegsverbrechern und fordert die UN-Mitgliedstaaten auf, die gerichtlich festgestellten Fakten durch Bildungssysteme zu bewahren, um Revisionismus und die Wiederholung von Völkermord zu verhindern.
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