
(Patria) - Vor dem zentralen Mahnmal in Hadžići wurde heute der Tag der Vermissten in dieser Gemeinde begangen.

Im Auftrag der Gemeinde und des Vereins zur Suche nach Gefangenen und Vermissten aus Hadžići wurde den Opfern gedacht, die 1992 während der serbisch-četnik-Aggression auf die Republik Bosnien und Herzegowina in unbekannte serbische Lager verschleppt wurden.
Im Jahr 2026 werden noch immer 73 Personen bosnischer und kroatischer Nationalität aus dem Gemeindegebiet von Hadžići im Alter zwischen 19 und 70 Jahren gesucht.

Die meisten Bosniaken verschwanden Ende Mai 1992, als das Gemeindegebiet unter der Kontrolle der sogenannten Armee der Republika Srpska stand.
Während der Aggression auf die souveräne und international anerkannte Republik Bosnien und Herzegowina (1992-1995) wurden auf dem Gebiet von Hadžići Kriegsverbrechen an der Zivilbevölkerung, hauptsächlich an Bosniaken, begangen, wobei etwa 250 Personen verschleppt und getötet wurden.

Von der heutigen Gedenkveranstaltung wurde ein öffentlicher Aufruf an alle Personen gerichtet, die Informationen darüber haben, wer, wann und wie Bosniaken in Lager und schließlich in den Tod verschleppt hat, sich zu melden und vor heimischen Gerichten auszusagen.
Ein besonderer Appell wurde im Fall des Kriegsverbrechers Zoran Gašović vor dem Gericht in Montenegro gerichtet.

Die Familien der Vermissten verlieren weiterhin nicht die Hoffnung, dass die sterblichen Überreste ihrer Liebsten gefunden und würdig bestattet werden.
Die schmerzliche Tatsache ist, dass die Bemühungen der Staatsanwaltschaft und des Gerichts von Bosnien und Herzegowina weiterhin keine erwarteten Ergebnisse liefern.

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