
(Patria) - Im UN-Sicherheitsrat findet eine Dringlichkeitssitzung statt, bei der auf Antrag Russlands die Situation in Bosnien und Herzegowina erörtert wird.
Als Erster sprach der stellvertretende Generalsekretär für Europa, Zentralasien und Amerika, Miroslav Jenča, vor den Anwesenden und erklärte, dass die Abteilung der Vereinten Nationen für politische und friedenserhaltende Angelegenheiten ebenfalls aufgefordert sei, dem Sicherheitsrat über die Entwicklungen in BiH zu berichten.
- Seitdem haben wir sowohl positive als auch besorgniserregende Dinge festgestellt - sagte Jenča.
Er ging auch auf die Entscheidung des Europäischen Rates ein, Beitrittsgespräche mit BiH aufzunehmen, und betonte, dass es im politischen Führungskonsens bestehe, dass die europäische Integration der beste Weg für ein stabiles und prosperierendes Land sei.
- Gleichzeitig waren wir in den letzten Monaten Zeugen von Handlungen und Erklärungen, die im Widerspruch zu den oben genannten positiven Fortschritten stehen - betont Jenča.
Er sprach auch über die Beobachtungen der Sonderberater des Generalsekretärs für die Verhütung von Völkermord, die in den letzten Jahren offizielle Besuche in BiH und der Region absolviert hatten.
Sie stellten fest, so Jenča, Bedrohungen durch Separatismus, Hassreden, Leugnung des Völkermords und Verherrlichung von Kriegsverbrechern, die von nationalen und internationalen Gerichten verurteilt wurden.
In seiner Rede erinnerte er auch an die Tatsache, dass der Internationale Strafgerichtshof für das ehemalige Jugoslawien und der Internationale Gerichtshof festgestellt haben, dass im Juli 1995 in und um Srebrenica Völkermord an den bosnischen Muslimen begangen wurde.
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