
Am Mittwoch, dem 14. Dezember 2016, wurde des 23. Jahrestages des Todes von acht Sarajevern vor der Grundschule „Safvet-beg Bašagić“ in der Gimnazijska-Straße gedacht, berichtet Patria.
Angehörige der Opfer legten zusammen mit Vertretern des Kantons Sarajevo, der Stadtverwaltung, der Gemeinden Centar und Stari Grad, des Vereins der Eltern der im belagerten Sarajevo 1992-1995 getöteten Kinder, des Vereins der Polizei 1991-1995 und des Vereins Anti-Dayton Blumen vor der Gedenktafel nieder und gedachten der Opfer des Massakers mit dem Lesen von Fatiha und einer Schweigeminute.
Im Namen der Gemeinde Centar legte Osmo Babić Blumen nieder und sagte, dass diejenigen, die ihr Leben verloren haben, niemals vergessen werden dürfen.
- Dies ist ein Tag der Erinnerung an das schreckliche Verbrechen, das im Stadtzentrum geschah, und dies ist nur einer von hundert organisierten Angriffen auf unschuldige Bürger von Sarajevo. Wieder sprach die Waffe gegen das menschliche Herz. Wir, die Zeugen der täglichen Ereignisse während der Belagerung von Sarajevo und der Zeit der Aggression gegen Bosnien und Herzegowina sind, verstehen die Gefühle, den Schmerz und die Trauer aller Familien der verstorbenen Bürger, betonte Babić.
An der Kreuzung der Straßen Gimnazijska und Obala Kulina bana verloren an diesem schicksalhaften 14. Dezember 1993 durch eine Granate von feindlichen Stellungen das Leben: Vildana Avdić, Diana Čomor, Rusmir Čopelj, Azra Hanić, Lejla und Razija Jahić, Amir Krivić und Dino Šipilović, während zehn unserer Mitbürger schwer und leichter verletzt wurden.
Almasa Zubović, Sekretärin des Ministeriums für Raumplanung, Bauwesen und Umweltschutz des Kantons Sarajevo, sagte, dass in belagerten Sarajevo unsere Mitbürger in den Schlangen nach Wasser bei der Brauerei und Daira starben, in Ferhadija, als sie auf Brot warteten, auf dem Markt Markale, während der Beerdigungen in Budakovići und Buljakov Potok, Kinder wurden beim Schlittenfahren auf Alipašino polje und Bistrik getötet.
- Nennen wir die Dinge beim Namen. Sie sind nicht gestorben, sie wurden getötet. Heute haben wir uns an diesem Ort versammelt, um unsere verstorbenen Mitbürger vor dem Vergessen zu bewahren, denn Vergessen ist Sünde und Mittäterschaft am Verbrechen, betonte Zubović.
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