Politische Situation in Serbien im Fokus des Europäischen Parlaments

Patria
AutorPatria
12:36
Podijeli:
Politische Situation in Serbien im Fokus des Europäischen Parlaments

(Patria) - Das Europäische Parlament hat ein Verfahren zur Annahme einer Entschließung zu Serbien mit dem Titel „Wellen der Gewalt und kontinuierlicher Einsatz von Gewalt gegen Demonstranten in Serbien“ auf Initiative mehrerer politischer Gruppen dieser Institution eingeleitet.

Das Thema der Entschließung wird auf der ersten Herbsttagung des Europäischen Parlaments am 8. September erörtert, wie auf der offiziellen Website des EP für Gesetzgebungsverfahren angegeben ist, berichtet N1.

Die Entschließung ist als RSP (Entschließung zu aktuellen Themen) klassifiziert, was bedeutet, dass sie dringende politische, demokratische oder sicherheitspolitische Fragen betrifft, die eine Reaktion des Parlaments erfordern.

In diesem Fall geht es um die Ereignisse während und nach monatelangen Protesten in Serbien, insbesondere um Berichte über übermäßige Gewaltanwendung gegen Demonstranten, darunter Studenten und Minderjährige.

Es wird erwartet, dass das Europäische Parlament eine politische Bewertung der Situation vornehmen und möglicherweise zu Maßnahmen aufrufen oder Empfehlungen an die europäischen Institutionen und Mitgliedstaaten aussprechen wird.

Der Entwurf des Textes wurde noch nicht veröffentlicht.

Kontext monatelanger Proteste und frühere Reaktionen des EP

Monatelange Proteste in Serbien, die wiederholt Reaktionen der nationalen und internationalen Öffentlichkeit hervorgerufen haben, führten zu ernsthaften Vorwürfen über übermäßige Gewaltanwendung durch Sicherheitsorgane.

Seit Beginn der Proteste hat das Europäische Parlament dreimal die Situation in Serbien erörtert.

Im Dezember 2024 fand eine Plenardebatte über die politische Krise in Serbien statt, die sich auf Studentenproteste und die Reaktion der Behörden nach der Tragödie in Novi Sad konzentrierte, jedoch ohne die Annahme einer gesonderten Entschließung.

Das Europäische Parlament verabschiedete im Februar eine Entschließung zu Unregelmäßigkeiten bei den Dezemberwahlen, die den Missbrauch von Wählerverzeichnissen, Phantomwähler, Druck auf die Opposition und unfaire Medienbedingungen scharf kritisierte.

Die Entschließung forderte eine unabhängige internationale Untersuchung und mögliche EU-Sanktionen, falls die Standards weiter verletzt werden.

Im Mai verabschiedete das EP eine Entschließung als Reaktion auf die Jahresberichte der Europäischen Kommission für Serbien, in der begrenzte Fortschritte im Prozess der europäischen Integration festgestellt wurden.

Besonderer Schwerpunkt wurde auf Probleme in den Bereichen Rechtsstaatlichkeit, Medienfreiheit und Unabhängigkeit der Institutionen gelegt.

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