
Der Bericht über die Zahl der aufgeklärten Straftaten im Jahr 2015, den das Innenministerium des Kantons Sarajevo am Montag vorlegen sollte, ist nicht korrekt! Eine Quelle der Agentur Patria aus dem Innenministerium KS behauptet, dass das Ministerium zeigen wolle, dass im Jahr 2015 mehr als 60 Prozent aller begangenen Straftaten im Gebiet des Kantons Sarajevo aufgeklärt wurden, doch diese Zahl spiegelt nicht die tatsächliche Lage wider.
Diese Quelle behauptet, dass die Polizei tatsächlich 30 und nicht 60 Prozent aller begangenen Straftaten im Gebiet des Kantons Sarajevo im vergangenen Jahr aufgeklärt habe.
Laut den statistischen Daten des Innenministeriums KS wurden in diesem Kanton der Föderation Bosnien und Herzegowina im Jahr 2015 insgesamt 5.551 Straftaten begangen. Das sind etwa 700 Taten weniger als im Jahr 2014. Der Innenminister Ismir Jusko und der Polizeipräsident Vahid Ćosić werden sich damit brüsten, dass die Polizei von dieser Zahl sogar 3.563 Taten oder 64,2 Prozent aufgeklärt habe.
Jusko und Ćosić rechnen zu den von der Polizei aufgeklärten Taten auch 1.853 Taten, die im Innenministerium als Straftaten mit bekannten Tätern geführt werden, also solche Taten, die nicht von der Polizei aufgedeckt wurden. Wenn man aus dem Bericht des Innenministeriums die Taten herausnimmt, die als Taten mit bekannten Tätern geführt werden, zeigt sich, dass die Polizei im Gebiet des Kantons Sarajevo im vergangenen Jahr 30 und nicht 60 Prozent aller Straftaten aufgeklärt hat, schreibt Patria.
Im nächsten Teil enthüllen wir, warum die Berichte des Innenministeriums und der Staatsanwaltschaft KS über die Zahl der begangenen Straftaten nicht übereinstimmen
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