Bewegung für ein bürgerliches Bosnien und Herzegowina unterstützt die Erklärung von Mostar

Patria
AutorPatria
07:51
Podijeli:
Bewegung für ein bürgerliches Bosnien und Herzegowina unterstützt die Erklärung von Mostar

(Patria) - Die Bewegung für ein bürgerliches Bosnien und Herzegowina hat auf einer Sitzung am 5. März 2026 einstimmig die Erklärung von Mostar unterstützt, ein Dokument, das die grundlegenden demokratischen Prinzipien bekräftigt, auf denen ein souveränes und unabhängiges Bosnien und Herzegowina beruht.

Ausgehend von der historischen Tatsache, dass sich die Bürger Bosniens und Herzegowinas im Referendum über die Unabhängigkeit 1992 plebiszitär für ein „souveränes und unabhängiges Bosnien und Herzegowina, ein Staat gleichberechtigter Bürger, der Völker von BiH – Muslime, Serben, Kroaten und Angehörige anderer Völker, die dort leben“ ausgesprochen haben, betont die Bewegung für ein bürgerliches Bosnien und Herzegowina, dass die Essenz des Referendums klar ist: Bosnien und Herzegowina ist ein Staat gleichberechtigter Bürger, in dem die Identitäten der Völker anerkannt und geschützt sind, aber die Souveränität dem Staat und seinen Bürgern gehört, heißt es in der Erklärung der Bewegung.

Sie fügen hinzu, dass in den letzten drei Jahrzehnten eine politische Erzählung entwickelt wurde, die den Willen der Bürger bei dem Referendum oft falsch interpretiert hat und versucht hat, das Konzept eines bürgerlichen Staates durch ein Modell ethnischer Souveränität und ethno-territorialer Teilung zu ersetzen.

„Die Erklärung von Mostar ist eine klare Antwort auf solche Tendenzen und erinnert daran, dass die Souveränität dem Staat Bosnien und Herzegowina und seinen Bürgern gehört und nicht kollektiven ethnischen Strukturen oder territorialisierten Identitäten. Die Erklärung, unterzeichnet vom Forum Neretva aus Mostar, dem Forum der Jugend von Krug 99 und Krug 99, spricht nicht nur über die Notwendigkeit einer Reform des Verfassungs- und Wahlsystems, sondern fordert auch die Wiederbelebung der europäischen Bedeutung wichtiger politischer Begriffe. Im europäischen demokratischen Verständnis ist eine Nation keine ethnische Gruppe, sondern eine politische Gemeinschaft von Bürgern, die Legitimität der Macht ergibt sich aus dem Willen der Bürger, und die Souveränität gehört dem Staat und all seinen Bürgern“, betonen sie aus der Bewegung.

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Die Bewegung für ein bürgerliches Bosnien und Herzegowina unterstützt insbesondere die Prinzipien der Erklärung von Mostar, die bekräftigen:

• das Recht jedes Bürgers, für alle öffentlichen Ämter im Staat gewählt zu werden und gewählt zu werden,
• die Verpflichtung zur Umsetzung der Urteile des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte als Grundlage eines Rechtsstaates,
• die Ablehnung der Erzählung von der „legitimen Vertretung der Völker“, die die demokratische Vertretung der Bürger verneint,
• den Aufbau eines funktionalen, demokratischen und europäischen Staates, der auf der Gleichheit aller Bürger basiert.

„Die Erklärung von Mostar ist sowohl ein politischer als auch ein wertbezogener Akt – die Bekräftigung der bürgerlichen Gleichheit als Grundlage der Verfassungsdemokratie. Sie lehnt Stabilokratie ohne Demokratie und Ethnokratie, in der das Kollektiv über das Individuum dominiert, ab und befürwortet ein institutionelles Modell des Staates, das auf Freiheit, Gleichheit und verantwortungsvollen Institutionen basiert.

Die Bewegung für ein bürgerliches Bosnien und Herzegowina ist der Ansicht, dass die Bekräftigung des demokratischen Willens der Bürger aus dem Referendum von 1992 für die Zukunft des Staates von entscheidender Bedeutung ist. Bosnien und Herzegowina muss ein funktionaler, demokratischer und europäischer Staat sein – eine Gemeinschaft gleichberechtigter und freier Bürger. Die Erklärung von Mostar bietet eine wichtige konzeptionelle Karte, um aus der ethnopolitischen Ordnung in Richtung Verfassungsdemokratie und europäischer politischer Kultur zu gelangen. Gerade deshalb unterstützt die Bewegung für ein bürgerliches Bosnien und Herzegowina dieses Dokument und seine Prinzipien voll und ganz“, heißt es in der Erklärung.

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