Anklage gegen den Vater des Jungen, der in einer Belgrader Grundschule getötet hat, erhoben

Patria
AutorPatria
15:34
Podijeli:
Anklage gegen den Vater des Jungen, der in einer Belgrader Grundschule getötet hat, erhoben

(Patria) - Die Oberstaatsanwaltschaft in Belgrad hat heute Anklage gegen den Vater des Jungen erhoben, der Anfang Mai in der Grundschule „Vladimir Ribnikar“ zehn Menschen tötete und sechs weitere verletzte, darunter hauptsächlich Schüler dieser Schule.

Die Staatsanwaltschaft wirft dem Vater des 13-jährigen K.K., Vladimir Kecmanović, schwere Vergehen gegen die allgemeine Sicherheit vor, da er seinen Sohn ein Jahr vor dem Massaker im Umgang mit Schusswaffen ausgebildet habe, so der Oberstaatsanwalt Nenad Stefanović.

- Der Fall ist sehr speziell, die Anklageschrift ist 267 Seiten lang – sagte der Staatsanwalt und fügte hinzu, dass eine umfassende Untersuchung der Umstände durchgeführt wurde, unter denen der 13-Jährige zehn Menschen tötete und sechs weitere verletzte.

Nach seinen Angaben führten zwei Staatsanwälte die Ermittlungen mit außergewöhnlichem Engagement der Angehörigen des Innenministeriums, und nach mehr als zehn Monaten wurde heute Anklage gegen Vladimir Kecmanović erhoben.

Der Staatsanwalt gab auch an, dass die Mutter des Jungen, Miljana K., wegen unerlaubter Herstellung, des Tragens, Besitzens und Handels mit Waffen und explosiven Stoffen angeklagt wurde.

Anklage wurde auch gegen den Vorsitzenden und den Ausbilder des Schützenvereins erhoben, dem Vater und Sohn angehörten, wegen falscher Zeugenaussagen.

Der Staatsanwalt betont, dass damit der Fall des Massakers in der Schule „Vladislav Ribnikar“ nicht abgeschlossen ist – die Staatsanwaltschaft setzt ihre Arbeit fort und prüft alle Erkenntnisse, die auf die Ursachen dieser Tragödie hindeuten.

Bei dem Massaker, das sich am 3. Mai in einer Belgrader Grundschule ereignete, tötete der dreizehnjährige Schüler K.K. mit der Pistole seines Vaters den Schulwart und neun Schüler und verletzte fünf weitere Schulkameraden und eine Lehrerin schwer.

Am Tag danach tötete ein 21-Jähriger in zwei Dörfern bei Mladenovac acht, meist junge Menschen, und verletzte 14 weitere, was zu massiven Bürgerprotesten „Serbien gegen Gewalt“ führte.

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