
(Patria) – Der Splitter Verkehrsbetrieb "Promet" hat das Problem des Fahrermangels innerhalb eines halben Jahres gelöst. Mit der Kampagne "I posao i kategorija" (Arbeit und Führerschein) sowie deutlich höheren Gehältern wurden Fahrer angezogen.
Der neue Tarifvertrag sieht ein Mindestgehalt von 1.500 Euro vor, abhängig von Überstunden und Wochenendarbeit kann ein Fahrer bis zu 2.000 Euro verdienen.
Acht Jahre lang fuhr Lucija Busse durch ganz Europa. Seit zwei Monaten ist sie näher an zu Hause.
- Ich habe mich für einen Wechsel entschieden. Zu diesem Zeitpunkt bot "Promet" bessere Bedingungen und erhöhte das Gehalt. Ich bin gekommen und bin bisher zufrieden – sagte die Fahrerin von "Promet" Split, Lucija Šipić.
Und wie könnte sie auch nicht zufrieden sein. Mit dem neuen Tarifvertrag sind die Gehälter drastisch gestiegen!
- Ab dem 1. Januar sollte das Gehalt eines bei "Promet" beschäftigten Fahrers zwischen 1.500 und 1.700 Euro netto liegen.
Darin enthalten ist die steuerfreie Zulage, jedoch ohne Überstunden und Wochenendarbeit. Wenn wir diese Regelung einbeziehen, sollte das Gehalt bei etwa 2.000 Euro liegen – sagte der Sprecher von "Promet" Split, Hrvoje Mlikota.
Zufrieden ist auch Nikola. Nachdem er 25 Jahre lang Lkw gefahren war, entschied er sich für einen verantwortungsvolleren, aber auch ruhigeren Job.
- "Promet" bot den Führerschein und einen Job an. Daraufhin habe ich mich entschieden. Ich habe drei Kinder und eine Frau. Jetzt habe ich die Prüfung bestanden und fahre los. Es ist ein vornehmer Job – man kommt sauber an und geht sauber – sagt Nikola Dujović, Fahrer bei "Promet" Split.
Dank der Kampagne und der hervorragenden Bedingungen wurden in den letzten sechs Monaten 30 neue Fahrer eingestellt. Darunter sind keine Ausländer, und Lucija ist eine von fünf Frauen.
- Die Leute reagieren sehr positiv, wenn sie eine Frau am Steuer sehen. Gestern habe ich von einer Frau eine Schachtel Kekse bekommen, weil sie so glücklich war, dass eine Frau fährt – also reagieren sie gut – sagte Šipić.
Die Fahrgäste werden noch besser reagieren. Im zweiten Zyklus der Kampagne werden aus 50 Bewerbern weitere 30 Fahrer ausgewählt. Wer sich gemeldet hat, hat sich gemeldet. Jetzt gibt es genug.
- Wir werden keine Probleme mehr mit der Streichung von Fahrten oder der Reduzierung des Fahrplans haben, und in absehbarer Zeit können wir über eine Verstärkung der am stärksten frequentierten Linien sprechen – betonte Mlikota.
Das Problem ist gelöst. Busfahrer bei "Promet" zu sein, ist wieder angesagt. Da steckt keine große Philosophie dahinter, es musste nur ein besseres Gehalt angeboten werden, schreibt HRT.
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