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Am Sonntag, den 29. März 2015 um 22 Uhr griffen Hacker die Seite von Patria (www.nap.ba) an.
Dies ist bereits das zweite Mal, dass die Nachrichtenagentur Patria ins Visier von Hackern geriet. Der erste Angriff, der sich im letzten Jahr ereignete, wurde bei den Polizeibehörden gemeldet, aber bis heute haben wir keinerlei Rückmeldung erhalten.
In den letzten Monaten haben sich die Angriffe auf die Medienfreiheit und Journalisten intensiviert, was ein offensichtlicher Beweis dafür ist, dass bestimmte Gruppen und Einzelpersonen, denen vor allem die Berichterstattung über Kriminalität und Korruption ein Dorn im Auge ist, mit allen Mitteln versuchen, Journalisten durch Drohungen daran zu hindern, ihren Beruf professionell auszuüben.
Im Visier steht nun Patria, und zwar nachdem wir die Aussage von Kemal Čaušević veröffentlicht haben, in der die Namen zahlreicher bosnischer Politiker genannt werden, die Marketing-Affäre „Gibraltar“ sowie nach der Teilnahme der Chefredakteurin von Patria an der Sendung „Pošteno“, in der es um Bedrohungen der nationalen Sicherheit von Bosnien und Herzegowina ging.
Die Redaktion der Nachrichtenagentur Patria wird alle Polizeibehörden in Bosnien und Herzegowina, die US-Botschaft, das OHR, die OSZE und die EU-Delegation über diesen Angriff auf die Medienfreiheit informieren.
Das Hacken der Seite von Patria betrachten wir als Druck und Drohung, die Berichterstattung über bestimmte politische Machthaber, über Kriminalität und Korruption sowie über alle Rechtswidrigkeiten, mit denen die bosnische Gesellschaft konfrontiert ist, einzustellen.
Niemand und nichts wird Patria jemals auf dem Weg der Wahrheitsfindung aufhalten, egal wie mächtig die betreffenden Politiker und kriminellen Kreise sind.
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