
(Patria) - Die Juristische Fakultät der Universität Sarajevo hat in Zusammenarbeit mit dem Europarat die feierliche Eröffnung eines neuen Masterstudiengangs im akademischen Jahr 2023/2024 „Recht des Europarates“ organisiert.
An der feierlichen Eröffnung nahmen Prof. Dr. Zinka Grbo, Dekanin der Juristischen Fakultät der Universität Sarajevo, Prof. Dr. Jasminka Gradaščević-Sijerčić, Leiterin des Lehrstuhls für Staats- und Völkerrecht, Bojana Urumova, Leiterin des Büros des Europarates in Sarajevo, S. E. Herr Olav Reinertsen, Botschafter des Königreichs Norwegen in Bosnien und Herzegowina, und S. E. Dr. Thomas Fitschen, Botschafter der Bundesrepublik Deutschland in BiH, teil.
„Die Auseinandersetzung mit Menschenrechten im Rahmen der universitären Bildung ist ein notwendiges Mittel zur Ausbildung junger Juristinnen und Juristen, die befähigt sind, bestimmte Werte und Normen in ihrer täglichen Arbeit anzuwenden. Durch eine qualitativ hochwertige Ausbildung in diesem Bereich wird die Menschenrechtskultur gestärkt, da junge Juristinnen und Juristen Werte wie Demokratie, Toleranz, Multikulturalität, Gleichheit und Nichtdiskriminierung fördern. Ethische Werte führen zu einer Sensibilisierung für menschenrechtliche Themen, zur Reduzierung von Korruption, zur Förderung von ehrenamtlicher Pro-bono-Arbeit sowie zum Eintreten für einen gleichberechtigten und effektiven Zugang zur Justiz“, erklärte Prof. Dr. Zinka Grbo, Dekanin der Juristischen Fakultät.
Das neue Masterprogramm „Recht des Europarates“ ist das Ergebnis kontinuierlicher Aktivitäten des Europarates im Rahmen des Projekts „Initiative für Rechtssicherheit und eine effektive Justiz in Bosnien und Herzegowina – Phase I, II und III“ mit dem Ziel, die herausragende Bedeutung der Menschenrechtsbildung für Jurastudenten anzuerkennen und hervorzuheben.
„Die Einführung dieses Studiengangs ist von großer Bedeutung, da das Ziel darin besteht, Rechtsexperten zu befähigen, die Standards der Menschenrechte, der Demokratie und der Rechtsstaatlichkeit direkt in ihrer beruflichen Tätigkeit anzuwenden. Studierende der Rechtswissenschaften, die an diesem Programm teilnehmen, werden befähigt sein, positive gesellschaftliche Veränderungen zu bewirken“, betonte Bojana Urumova, Leiterin des Büros des Europarates in Sarajevo.
„Der Europarat organisiert seit Jahren semesterweise und ganzjährige Kliniken, Sommer- und Winterschulen zu Menschenrechten. Wir freuen uns sehr, dass die Notwendigkeit der Einführung einer solchen Ausbildung von den Fakultäten, in diesem Fall der Juristischen Fakultät der Universität Sarajevo, erkannt wurde. Ich möchte mich besonders bei Dekanin Grbo sowie dem gesamten Lehrstuhl bedanken, der bereit ist, sein Wissen über die Wege des Rechtsschutzes im System des Europarates zu vermitteln“, fügte Urumova hinzu.
Studierende des neuen Masterprogramms „Recht des Europarates“ an der Juristischen Fakultät der Universität Sarajevo haben die einmalige Gelegenheit, neues Wissen zu erwerben, um positive Schritte im Kontext der Menschenrechte zu unternehmen, was durch das Masterprogramm in Zukunft die Rechtssicherheit in Bosnien und Herzegowina erheblich erleichtern dürfte.
Die Zusammenarbeit zwischen dem Europarat und der Juristischen Fakultät der UNSA im Rahmen des neuen Studienprogramms wurde im Rahmen des Aktionsplans für Bosnien und Herzegowina für 2022-2025 mit erheblicher finanzieller Unterstützung der Regierungen des Königreichs Norwegen in BiH und der Bundesrepublik Deutschland, unter anderem, realisiert.
„Norwegen hat sich in der Vergangenheit stark bemüht, eine wichtige Rolle bei der Aufrechterhaltung und Stärkung der Werte und Prinzipien des Europarates zu spielen. Durch die Vereinbarung zur finanziellen Unterstützung von Projekten haben wir eine starke Partnerschaft mit dem Europarat aufgebaut, um Herausforderungen in Bezug auf Grundrechte, Justizreform, Minderheitenschutz und den Kampf gegen Intoleranz und Hassreden zu bewältigen“, sagte S. E. Herr Olav Reinertsen, norwegischer Botschafter in BiH.
Das Masterprogramm „Recht des Europarates“ wird ab dem akademischen Jahr 2023/2024 als neuer und regulärer Masterstudiengang an der Juristischen Fakultät in Sarajevo zwei Semester dauern. Neben den festgelegten Standards der Europäischen Menschenrechtskonvention und dem relevanten Rechtsschutzmechanismus (Europäischer Gerichtshof für Menschenrechte) erwerben die Studierenden auch Kenntnisse über die Sekundärrechte des Europarates, wie die Istanbul-Konvention (Gleichstellung der Geschlechter und Prävention und Schutz vor Gewalt in der Familie) und die Europäische Sozialcharta (grundlegende soziale und wirtschaftliche Rechte wie Beschäftigung, Wohnen, Gesundheit, Bildung, soziale Sicherheit und Wohlergehen).
Die erste Kohorte umfasst 20 Teilnehmer.
Komentari (0)
Prijavite se za komentiranje
PrijavaJos nema komentara. Budite prvi!
Minuta
Sve →Iz drugih kategorija

Hoher Repräsentant nicht gewählt: Deutsche, Franzosen und Briten gegen Amerikaner, neuer Versuch Ende Juni

ČOVIĆ OHNE GNADE Wie diejenigen, die Ademović ins Amt brachten, ihm eine politische Hölle bereiteten




Sonniger Samstag, es wird recht warm




Tragödie im albanischen Ferienort: Zwei Minderjährige ertrunken













