
(Patria) - Stellen Sie sich vor, Sie leben auf einer relativ kleinen Insel und bis zum nächsten Festland (nebenbei bemerkt - wieder eine Insel) sind es nicht weniger als ganze 64 Kilometer.
Eines ist sicher - Sie würden sich gut erholen, aber wahrscheinlich würde Ihnen ein solches Leben irgendwann langweilig werden.
Der schottische Archipel St. Kilda ist die bereits erwähnten 64 Kilometer von den Hebriden entfernt. Der Ursprung des Namens ist noch immer unklar, denn so sehr man sich auch bemühte, niemand konnte einen Heiligen namens Kilda finden, so dass es sich wahrscheinlich um eine Fehlinterpretation von Seeleuten handelt, die den Namen Kilda im 17. Jahrhundert weitergegeben haben.
Die bekannteste und größte Insel ist Hirta, die sich auch der höchsten Klippen im gesamten Vereinigten Königreich rühmen kann. Neben Hirta sind die größeren Inseln Soay und Boreray, und es gibt auch mehrere kleinere Inseln.
Die Temperaturen sind alles andere als angenehm, so dass das Leben hier wirklich nicht leicht war - von durchschnittlich 5 Grad im Januar bis 12 Grad im Juli. Zyniker würden schlussfolgern, dass man zumindest nicht viele verschiedene Kleidungsstücke braucht.
Die Inseln haben auch eine große historische Bedeutung. Obwohl ihre Besiedlung erstmals im Mittelalter erwähnt wird, gab es auf den Inseln schon viel früher Leben, wovon auch Behausungen aus der Vorgeschichte zeugen.
Obwohl der Archipel einst bewohnt war, zählte er nie mehr als 180 Seelen, und nach der Mitte des 19. Jahrhunderts sank die Zahl sogar unter 100.
Interessant ist jedoch, dass sich Ende des 19. Jahrhunderts der Tourismus stark entwickelte (natürlich bei weitem nicht vergleichbar mit dem heutigen Massentourismus) und Touristen bis zum Ersten Weltkrieg kamen, in dem der Archipel teilweise auch zu Schaden kam.
Danach erholte er sich nie wieder, was die Bevölkerung betrifft, denn in den 1920er Jahren kam es auch zu einer Grippeepidemie, die die Bevölkerung dezimierte.
Schließlich sank die Zahl auf nur noch 36 Einwohner, und 1930 wurde die gesamte Bevölkerung evakuiert. Heute wird die Insel nur noch vom Militär bewohnt, während im Sommer verschiedene Wissenschaftler und Biologen zu Forschungszwecken kommen, aufgrund einiger besonderer Tierarten, die die Inseln bewohnen.
Wenn wir diese Tierarten erwähnen, denken wir in erster Linie an den Papageitaucher, aber auch an den Basstölpel, den Eissturmvogel und die Große Raubmöwe. Auch auf einigen Inseln leben noch seltene Schafsrassen, und bereits 1986 wurde der Archipel verdientermaßen in die UNESCO-Liste des Welterbes aufgenommen, berichtet Punkufer.hr.
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