
(Patria) - Die Preise für Wohnimmobilien in Deutschland sind im zweiten Quartal stark gefallen, wie das Statistische Bundesamt heute mitteilte. Dies spiegelt die Auswirkungen der hohen Zinssätze auf die Nachfrage wider.
Die Immobilienpreise sanken im Zeitraum von April bis Juni um 9,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum, dem stärksten Rückgang seit Beginn der Datenerhebung durch Destatis im Jahr 2000.
Im Quartalsvergleich gingen sie um 1,5 Prozent zurück.
In Städten wie Berlin, Hamburg und München waren Wohnungen um 9,8 Prozent günstiger als im zweiten Quartal des Vorjahres, Einfamilienhäuser um 12,6 Prozent.
In dünn besiedelten, ländlichen Gebieten wurde ein milderer Preisrückgang verzeichnet: Wohnungen verbilligten sich um 7,0 Prozent, Einfamilienhäuser um 8,1 Prozent.
Die Preise für Wohnimmobilien in Deutschland fallen seit Ende letzten Jahres, wie die Destatis-Daten zeigen, mit einem immer tieferen Rückgang: um 3,6 Prozent im vierten Quartal des Vorjahres und um 6,8 Prozent in den ersten drei Monaten dieses Jahres.
Der Preisrückgang spiegelt die schwächere Nachfrage unter dem Druck hoher Zinssätze wider, was die führende deutsche Immobilienentwicklungsgruppe Vonovia dazu veranlasste, Pläne für den Bau von 60.000 Wohnungen zu verschieben.
Das Unternehmen verweist auch auf die hohen Baukosten, die laut einer Sprecherin von etwa drei auf rund fünftausend Euro pro Quadratmeter gestiegen sind, wie Hina berichtet.
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