
(Patria) - Bosnien und Herzegowina wird alle verfügbaren Kapazitäten nutzen, um die Kontrolle und Überwachung an der Ostgrenze zu verstärken und die Einreise illegaler Migranten zu verhindern, so das Fazit des Operativen Stabes für Migrationsfragen in BiH, der heute in Sarajevo stattfand. Angesichts operativer Daten über die Anzahl der Migranten in Griechenland und die Bewegung von Migranten auf der Balkanroute wurde die Verstärkung der Grenzkontrolle als Hauptpriorität bei der Lösung der Migrationssituation eingestuft.
„Deshalb wurde die Grenzpolizei gebeten, für die nächste Sitzung des Stabes eine Analyse über die benötigte Anzahl von Polizeibeamten vorzulegen, um die 600 Kilometer lange Ostgrenze vollständig abzuriegeln, die dann dem Ministerrat von BiH weitergeleitet wird. Der Vorsitzende des Stabes und Sicherheitsminister von BiH, Dragan Mektić, informierte die Anwesenden auch über das Angebot der ungarischen Regierung, eine bestimmte Anzahl von Polizisten als Unterstützung zu entsenden, die die Grenze ohne Waffen und Polizeibefugnisse überwachen würden.
Der Stab nahm dieses Angebot an und bald wird ein Vertragsentwurf zur Prüfung an den Ministerrat und den Staatspräsidenten von BiH weitergeleitet. In den ersten beiden Monaten dieses Jahres sind 2.260 Migranten nach BiH eingereist, was eine Steigerung gegenüber dem gleichen Zeitraum im letzten Jahr darstellt. Derzeit befinden sich etwa 3.500 Migranten in BiH und alle sind in acht Aufnahmezentren untergebracht“, hieß es in der Mitteilung.
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