Gefährlicher Schießstand: Wird die Polizei das Jagdwettbewerb in Busovača verbieten

Patria
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Gefährlicher Schießstand: Wird die Polizei das Jagdwettbewerb in Busovača verbieten

Der Jagdverband Herceg-Bosne hat für Samstag einen Wettbewerb im Jagdschießen auf dem Schießstand „Kula“ in Busovača angekündigt, obwohl gegen diesen Schießstand polizeiliche Ermittlungen laufen und die Anwohner der umliegenden Dörfer, die nur 500 bis 1.000 Meter vom Schießstand entfernt liegen, in Panik davor warnen, dass die Leben von 700 Menschen gefährdet sind, berichtet der Korrespondent der bosnisch-herzegowinischen Nachrichtenagentur Patria (NAP).

Mitglieder des kroatischen Jagdvereins „Zec“ haben auf dem Dreiländereck der bosniakischen Dörfer Dusina, Solakovići und Merdani einen Sportschießstand errichtet. Die Anwohner dieser Dörfer warnen jedoch seit Tagen, dass der Schießstand entgegen den Vorschriften errichtet wurde und eine Gefahr für die umliegende Bevölkerung darstellt.

Jäger versammeln sich seit mehreren Wochen an diesem Ort und schießen mit echter Jagdwaffen auf Tontauben, wodurch die Leben von Hunderten von Anwohnern hier gefährdet sind. Das Problem ist besonders im Sommer ausgeprägt, wenn Dutzende von Menschen jeden Tag in den Wald gehen und einige Waldfrüchte sammeln.

Gegen den umstrittenen Schießplatz wird auf der Polizeistation in Busovača ermittelt. Diese Polizeistation dementierte zunächst das Bestehen eines Streits bezüglich dieses Schießstandes, bestätigte jedoch später gegenüber der Agentur Patria, dass eine Strafanzeige gegen den Schießstand „Kula“ vorliegt und die Polizei an diesem Fall arbeitet.

Einige Anwohner dieser Dörfer sind besonders besorgt, dass genau an der Stelle des heutigen Schießstandes „Luka“ vor 21 Jahren die ersten Konflikte zwischen dem Kroatischen Verteidigungsrat (HVO) und der Armee der Republik Bosnien und Herzegowina (ARBiH) begannen. An diesem Ort errichteten HVO-Angehörige die ersten Barrikaden, die später für viele unschuldige Zivilisten den Tod bedeuteten.

- Alles erinnert an den Beginn der Konflikte in den 90er Jahren. Wir wollen das nicht in der Nähe unserer Häuser sehen – sagte einer der Anwohner des Dorfes Merdani.

Die Mitglieder des kroatischen Jagdvereins zeigen sich jedoch nicht besorgt über die unzufriedenen Anwohner. Sie behaupten, sie hätten eine Genehmigung für den Schießstand. Und diese Genehmigung wurde ihnen, nach Aussage von Eingeweihten in diesen Fall, von der Forstverwaltung Busovača erteilt, deren hoher Funktionär angeblich auch der Präsident des Jagdvereins „Zec“ ist.

- Es tut uns leid, dass wir auf diese Weise denken müssen. Aber allem Anschein nach sind hier die Politiker gut verstrickt – sagen die Anwohner.

Der Schaden durch den Schießstand „Kula“ ist vielfältig. Die umliegenden Bäume sterben ab, weil sie von Schrot getroffen werden, und das Bleilot der Munition verschmutzt die Wasserquellen, schreibt NAP.

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