
(Patria) - Der Europäische Radfahrerverband (ECF) hat bestätigt: Der von der Vereinigung HerzegovinaBike federführend eingereichte Antrag wurde genehmigt, und Bosnien und Herzegowina steht damit offen, zum ersten Mal in seiner Geschichte Teil des prestigeträchtigen transnationalen Radroutennetzes – EuroVelo – zu werden!
Von der Vision zur europäischen Anerkennung
Der Weg zu diesem Erfolg war weder kurz noch einfach. Alles begann mit einem ersten Treffen auf Jahorina, wo die Stadt Mostar, die Gemeinde Pale und der Radsportverband von BiH führende Persönlichkeiten aus der Region zusammenbrachten, mit einem Ziel: die historische Trasse der Ćiro-Bahn in eine Lebensader des europäischen Radtourismus zu verwandeln. Die Idee einer Route, die Dubrovnik und Belgrad verbindet, entwickelte sich bald zu einem noch ehrgeizigeren Projekt – einer transnationalen Route von 1.015 Kilometern Länge, die Belgrad, Sarajevo, Mostar, Trebinje, Nikšić, Podgorica und Shkodra verbindet.
Nach monatelangen intensiven Aktivitäten zur Kartierung und strategischen Koordinierung, angeführt von Ivica Sivrić, Đani Rahimić und Toni Zorić, übernahm die Vereinigung HerzegovinaBike die Verantwortung als federführender Antragsteller und Koordinator des regionalen Konsortiums. Durch diesen Prozess wurden erfolgreich Partner aus Serbien, Montenegro und Albanien zusammengebracht, um die strengen Kriterien des Europäischen Radfahrerverbandes (ECF) zu erfüllen.
Schlüsselpräsentation auf der ECF-Versammlung
Dem gesamten Prozess verlieh der April dieses Jahres besonderen Schwung, als unsere Vertreter an der Jahrestagung des Europäischen Radfahrerverbandes (ECF) teilnahmen. Unsere Delegation bestand aus Petar Janak, langjährigem Delegierten und Mitglied der Vereinigung HerzegovinaBike, sowie Đani Rahimić im Namen der Stadt Mostar.
Auf dieser Versammlung wurde eine ausgezeichnete Präsentation gehalten, in der das Potenzial unserer Route dem Fachrat der ECF detailliert dargelegt wurde. Dieser Vortrag über die Umwandlung des historischen Erbes in ein modernes Tourismusprodukt stieß auf äußerst positive Reaktionen und war ein entscheidender Schritt zur endgültigen Genehmigung des Antrags. Der professionelle Ansatz und die klare Vision unseres Teams auf internationaler Ebene bestätigten einmal mehr, dass Bosnien und Herzegowina über die Kapazitäten für die anspruchsvollsten europäischen Projekte verfügt.
Offizielle Bestätigung aus Brüssel
Die jahrelange Arbeit gipfelte in einem offiziellen Schreiben, das von Agathe Daudibon, Direktorin des EuroVelo-Netzwerks und des Radtourismus, unterzeichnet wurde.
„Wir freuen uns sehr, Ihnen mitteilen zu können, dass Ihr Antrag für eine Kandidaten-EuroVelo-Route vom EuroVelo-Rat genehmigt wurde. Herzlichen Glückwunsch!“
Diese Bestätigung bedeutet, dass Bosnien und Herzegowina in einen sechsjährigen Zertifizierungs- und Implementierungsprozess eintritt und unser Land somit direkt mit der EuroVelo 8 (Mittelmeerroute) in Shkodra verbunden wird. Dies öffnet die Türen für Tausende von Radtouristen aus aller Welt, die ausschließlich offiziellen EuroVelo-Korridoren folgen.
Was bedeutet das für Bosnien und Herzegowina?
Die Aufnahme in das EuroVelo-Netzwerk bringt:
- Globale Sichtbarkeit: Bosnien und Herzegowina wird auf den offiziellen europäischen Karten der Radkorridore verzeichnet sein.
- Entwicklung ländlicher Gebiete: Die Route führt durch kleinere Orte und fördert die Entwicklung lokaler Handwerksbetriebe, Unterkünfte und Gastronomie.
- Nachhaltiger Tourismus: Eine umweltfreundliche Reiseform und der Erhalt des Naturerbes werden gefördert.
- Regionale Zusammenarbeit: Das Projekt hat vier Länder des Westbalkans um ein gemeinsames wirtschaftliches Interesse vereint.
Die Vereinigung HerzegovinaBike setzt ihre Arbeit mit Unterstützung der Stadt Mostar, REDAH und Partnern aus der Region fort. Dies ist nicht nur ein Sieg für Radfahrer – es ist ein Sieg für den Tourismus, die Wirtschaft und das internationale Ansehen Bosniens und Herzegowinas.
Von der Idee auf Jahorina bis zum Triumph auf der ECF-Versammlung – Bosnien und Herzegowina ist endlich auf der europäischen Fahrradkarte!
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