Gedenken an die 1992 in der Dobrovoljačka getötigten Kinder

Patria
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Gedenken an die 1992 in der Dobrovoljačka getötigten Kinder

Durch eine Mörsergranate, abgefeuert von aggressiven Stellungen rund um das belagerte Sarajevo, kamen am 12. September 1992 in der Dobrovoljačka Straße (heute Hamdije Kreševljakovića 15)  zwei Kinder ums Leben, Aida Grozdanić (11) und Eldin Gvožđar (9), berichtet die bosnisch-herzegowinische Nachrichtenagentur Patria.

Zum Gedenken an die unschuldigen Opfer legten Familienangehörige heute gemeinsam mit Vertretern der Gemeinde Centar und des Vereins der Eltern der im belagerten Sarajevo 1992-1995 getöteten Kinder Blumen vor der Gedenktafel nieder und erwiesen den tragisch Umgekommenen die Ehre.

Im Namen der Gemeinde Centar legten Nedžad Ajandžić, Vorsitzender des Gemeinderats, Slaven Kovačević, stellvertretender Vorsitzender des Rates, Mustafa Resić, Berater des Bürgermeisters Dževad Bećirević, und Ibrahim Burazerović, Koordinator im Amt für lokale Selbstverwaltung, Blumen nieder. An der Blumenlegung nahmen auch Schüler der Grundschule „Grbavica I“ teil, die der verstorbene Junge Eldin Gvožđar einst besuchte, berichtet Patria.

- An diesem Tag, als die auf der internationalen Konferenz beschlossene Entscheidung zur Kontrolle der schweren Waffen rund um das belagerte Sarajevo durch UNPROFOR in Kraft war, schossen die Verbrecher von den Hügeln auf unsere Kinder, als ob es sich um ein legitimes militärisches Ziel handeln würde. Die Kinder starben vor dem beliebten Treffpunkt der Jugend „Trasa“ in der Dobrovoljačka Straße, als sie zu einer Veranstaltung in die Räumlichkeiten der Stadtteilgemeinde „Skenderija-Podtekija“ gingen, die während des Krieges in „Trasa“ untergebracht war – sagte Fikret Grabovica, Vorsitzender des Vereins der Eltern der getöteten Kinder des belagerten Sarajevo.

Grabovica sagte, dass die Justiz bisher nur zwei Personen verurteilt habe, die während der Belagerung von Sarajevo wegen Verbrechen an Zivilisten angeklagt waren.

- Den neuen Generationen muss die Wahrheit über die längste Belagerung einer Stadt in der neueren europäischen Geschichte und das Leid der Einwohner von Sarajevo vermittelt werden – sagte Grabovica.

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