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Der Ministerrat von BiH hat die Information des Ministeriums für Außenhandel und Wirtschaftsbeziehungen über die aktuelle Krise im Unternehmen „Agrokor“ und seine Geschäftspartner in Bosnien und Herzegowina mit möglichen Auswirkungen auf die heimische Wirtschaft verabschiedet und wird sie der Parlamentarischen Versammlung von BiH vorlegen.
Die Information enthält Schlussfolgerungen aus mehreren Treffen von Vertretern zuständiger Institutionen in BiH, zuständiger Minister der Länder der Region und Vertretern des Ministerrates von BiH mit Vertretern der Regierung der Republik Kroatien.
Der Ministerrat von BiH erwartet in Übereinstimmung mit der erzielten Einigung mit Vertretern der Regierung der Republik Kroatien die Vorlage eines umfassenden Plans zur Stabilisierung der Situation in „Agrokor“ mit einer detaillierten Bestandsaufnahme der Verpflichtungen und Schulden dieses Konzerns sowie eines Plans zur Begleichung und kontinuierlichen Überwachung der Verpflichtungen gegenüber Lieferanten ohne Diskriminierung.
Bis dahin werden die Aktivitäten der zuständigen Institutionen von BiH darauf abzielen, die Interessen der bh. Unternehmen aus dem „Agrokor“-System, ihrer Angestellten, Lieferanten, Kooperanten, Minderheitsaktionäre und heimischen Gläubiger zu schützen.
Zuständige Institutionen in BiH führen im Einklang mit ihren gesetzlichen Befugnissen eine umfassendere und kontinuierliche Kontrolle der Finanzströme zwischen den Tochtergesellschaften von „Agrokor“ durch, mit einem Verbot riskanter Transaktionen.
In den „Agrokor“-Tochtergesellschaften in Bosnien und Herzegowina sind mehr als 5.200 Mitarbeiter beschäftigt, mehr als 1.300 Lieferanten sind aktiv, und diese Wirtschaftsunternehmen haben einen Jahresumsatz von mehr als 500 Millionen Euro.
Nach verfügbaren Daten beliefen sich die Schulden gegenüber Lieferanten der „Agrokor“-Unternehmen in BiH am 31.12.2016 auf 318 Millionen KM, davon 170 Millionen KM an heimische Lieferanten. In den ersten drei Monaten des Jahres 2017 wurden die Schulden gegenüber heimischen Lieferanten auf 131 Millionen KM reduziert, davon 74 Millionen KM mit Fälligkeit.
Nach Angaben der Direktion für indirekte Steuern von BiH haben die „Agrokor“-Unternehmen in BiH bis zum 30.03.2017 keine Steuerschulden (PDV).
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