
(Patria) - Der Föderale Minister für Arbeit und Sozialpolitik, Adnan Delić, betonte auf der heutigen Pressekonferenz im Sitz der Regierung der Föderation Bosnien und Herzegowina in Sarajevo, dass die Regierung der Föderation Bosnien und Herzegowina den Entwurf von Änderungen und Ergänzungen des Gesetzes über die Renten- und Invalidenversicherung abgestimmt hat und diesen in der nächsten Woche auf einer Sitzung prüfen wird, wonach er im beschleunigten Verfahren in das parlamentarische Verfahren eingebracht wird. Die Verabschiedung des Gesetzes wird im Januar 2026 erwartet.
Er sagte, dass die Mindestrente, die derzeit 599 KM beträgt, im nächsten Jahr 700 KM betragen wird.
Das vorgeschlagene Gesetz führt ein neues, gerechteres Modell der Rentenanpassung ein, das das Wachstum der Durchschnittslöhne und das Wachstum der Verbraucherpreisindizes in einem Verhältnis von 60/40 oder 40/60 kombiniert, je nachdem, welche Option zum jeweiligen Zeitpunkt für die Rentner günstiger ist. Mit dieser Lösung
werden die Renten an reale Wirtschaftsindikatoren gekoppelt, und die Einkommen der Rentner werden
stabiler und sicherer.
Die wichtigste Neuerung ist die Umstellung auf eine halbjährliche Rentenanpassung, die
zweimal jährlich, am 1. Januar und am 1. Juli, ab dem 1. Januar 2026 erfolgen wird. Schätzungen zufolge könnte die Gesamtsteigerung der Renten im Jahr 2026 etwa 17,2 Prozent betragen.
Mit den vorgeschlagenen Änderungen wird auch das Recht auf Übernahme der Bestattungskosten erweitert, das nicht mehr nur auf engste Familienangehörige beschränkt sein wird, sondern auch jeder Person zusteht, die diese Kosten tatsächlich getragen hat. Die Höhe der Entschädigung ist in Höhe der durchschnittlich ausgezahlten
Rente des Vormonats festgelegt.
Alle finanziellen Verpflichtungen aus den neuen Anpassungen sind bereits im Haushalt
der Föderation Bosnien und Herzegowina eingeplant. Nachdem der Renten- und Invalidenversicherungsfonds zum Tresormodell übergegangen ist, erfolgen die Rentenzahlungen direkt aus dem Haushalt, was eine stabilere und sicherere Realisierung dieser
Erhöhungen ermöglicht.
Die vorgeschlagenen Änderungen sind das Ergebnis langwieriger Konsultationen, unter anderem mit Rentnervertretern, sowie der Analyse der Tragfähigkeit des Rentensystems, alles mit dem Ziel, die soziale Sicherheit zu stärken und ein gerechteres System für alle Begünstigten zu schaffen.
Nach den Erläuterungen von Delić würde die garantierte Rente von derzeit 715 KM im Laufe des Jahres 2026 um 121 KM steigen, während die höchsten Renten, die derzeit fast 3.000 KM betragen, um etwa 500 KM steigen würden, sofern Geld für alle Erhöhungen vorhanden ist.
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